Gemeinderat Pastetten

Gräber werden doppelt so teuer

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Pastetten – Die Gemeinde Pastetten hat ihre Friedhofsgebühren für ein Einzelgrab verdoppelt. Teurer werden auch das Doppelgrab und die Verwaltungsgebühren.

Ihre Friedhofsgebühren hat nun auch die Gemeinde Pastetten angehoben. Wie zahlreiche umliegende Kommunen war auch Pastetten in der Vergangenheit vom Landratsamt mehrfach aufgefordert worden, die Friedhofsgebühren neu kalkulieren zu lassen. Das berichtete Bürgermeisterin Cornelia Vogelfänger (CSU) in der letzten Gemeinderatssitzung in diesem Jahr.

Bisher habe sie immer damit argumentiert, dass es in der Gemeinde keine „Bestattungen erster und zweiter Klasse“ geben soll, erklärte die Rathauschefin und konkretisierte: „Wir haben nur einen Teil des Reithofener Friedhofs, der Rest und die anderen Friedhöfe gehören der Kirche. Da können wir keine anderen Gebühren erheben als die Kirche es tut.“ Nun habe aber die Kirche die Kosten angehoben – und die Gemeinde sei dadurch in Zugzwang geraten.

Künftig kostet ein Einzelgrab für 20 Jahre Ruhezeit 500 Euro – „das ist eine Erhöhung um 100 Prozent“, erklärte Vogelfänger. Für ein Doppelgrab werden 700 Euro fällig (vorher: 450 Euro). Die Gebühren für die Benutzung der Leichenhalle betragen 55 Euro (31 Euro). Die Kosten der laufenden Friedhofspflege wie Wegeunterhalt, Wasserentnahme oder Abfallbeseitigung sind gleich geblieben, werden nun anstatt jährlich jedoch gleich für 20 Jahre kassiert: 110 Euro für eine Einzelgrabstätte, 160 Euro für eine Doppelgrabstätte.

Die Verwaltungsgebühren wurden ebenfalls angepasst und betragen beispielsweise für die Ausstellung einer Graburkunde oder für die Umschreibung oder Verlängerung des Nutzungsrechts jeweils zehn Euro (vorher: je 5,50 Euro). Bisher nicht per Satzung geregelt waren die Gestattung von Ausnahmen und die Genehmigung einer Umbettung oder Ausgrabung einer Leiche. Dafür wurden nun Gebühren in Höhe von 15 beziehungsweise 50 Euro festgesetzt.

Neben der Gebührensatzung hat der Gemeinderat auch die Satzung über die Nutzung des Friedhofs und der Bestattungseinrichtung erneuert, die sich auf den gemeindlichen Friedhof und das Leichenhaus bezieht. Sie besteht aus Teilen der M

uster- und der Kirchensatzung und enthält neben Vorgaben zu den Öffnungszeiten des Friedhofs auch solche zum richtigen Verhalten sowie Informationen über Grabstätten und deren Gestaltung.

Der Nutzungssatzung stimmte der Gemeinderat einhellig zu. Die Gebührensatzung wurde ebenfalls beschlossen – bei einer Gegenstimme von Alois Zollner (CSU)

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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