Haushalt 2017 der Gemeinde Pastetten 

Darlehen von mehr als vier Millionen Euro notwendig

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Die Sanierung der Ortsdurchfahrt, das Feuerwehrwesen und der Breitbandausbau: Für diese Posten hat die Gemeinde Pastetten fürs laufende Jahr am meisten Geld eingeplant.

Pastetten – Wie Kämmerin Doreen Graf in der Ratssitzung berichtete, hatte der Finanzausschuss den Haushalt in drei Sitzungen intensiv vorberaten.

Nach einem kurzen Rückblick auf den Etat von 2016 berichtete sie, dass für heuer der Verwaltungshaushalt in den Einnahmen und Ausgaben auf jeweils 4,36 Millionen Euro festgesetzt wird. Auf der Einnahmenseite rechnet die Kommune mit gut zwei Millionen Euro an Einkommensteuer (Anteil und Ersatz) sowie mit 900 000 Euro an Gewerbesteuer. Bei den Ausgaben wiederum schlagen vor allem die Kreisumlage (1,2 Millionen Euro) sowie Kosten für Kindergarten und Ferienbetreuung (640 000 Euro) zu Buche. Die Schlüsselzuweisungen, die Aufschluss über die Strukturstärke der Kommunen geben, sind im Vergleich zu den Vorjahren gesunken (124 000 Euro). „Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass der Verwaltungshaushalt 2017 insbesondere durch die höhere Gewerbesteuer und Einkommensteuerbeteiligung in seiner Einnahmekraft deutlich zulegt“, sagte Graf.

Der Vermögenshaushalt wird in den Einnahmen und Ausgaben auf jeweils 2,83 Millionen Euro festgesetzt. Feuerwehrwesen (633 000 Euro), Sanierung der Ortsdurchfahrt (380 000 Euro) und Breitbandausbau (250 000 Euro) sind hier die größten Ausgabeposten. Deren Finanzierung erfolgt primär über Grundstücksverkäufe: Es werden im Gewerbegebiet Harthofen sowie im Baugebiet Pastetten-Süd Verkaufserlöse in Höhe von insgesamt 1,9 Millionen Euro angestrebt.

Obwohl der Gemeinderat seine Entscheidung, zwei separate Feuerwehrhäuser zu bauen, vorerst aufgehoben hat, sind in der Finanzplanung bis 2020 für deren Bau – ohne Grunderwerb und ohne Baunebenkosten – dennoch jeweils rund 1,7 Millionen Euro eingestellt.

Für Maßnahmen zum Hochwasserschutz wird im Jahr 2019 ein Betrag von einer halben Million Euro und im folgenden Jahr nochmals eine Million Euro vorgesehen. Für „Älterwerden auf dem Lande“ sind 2019 und 2020 jeweils 300 000 Euro eingestellt. „Die Tilgung von Krediten stellt ab 2019 auch einen großen Ausgabenblock dar“, erklärte Graf. Es sind insgesamt sind 731 000 Euro aufzubringen.

„Bei Eintreffen aller Planungsmaßnahmen in den folgenden Jahren bis 2020 sind, nach Entnahmen aus Rücklagen von rund 2,5 Millionen Euro, Darlehensaufnahmen von mehr als vier Millionen Euro notwendig“, erklärte die Kämmerin. Die Schulden der Kommune betrugen zum Ende des vorigen Jahres 384 000 Euro, was bei 2596 Einwohnern einer Pro-Kopf-Verschuldung von 148,26 Euro entspricht. Neuaufnahmen sind heuer keine geplant, dafür Tilgungen von 235 000 Euro. Für Ende 2017 rechnet die Verwaltung mit einem Gesamtschuldenstand von rund 150 000 Euro. 

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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