+
Seit 45 Jahren sind Wolfgang Hipper und Joseph Kinstetter (2./3. v. l.) CSU-Mitglieder. Ortsvorsitzender Ferdinand Geisberger (r.) und Bezirksrat Franz Hofstetter bedankten sich für die langjährige Treue. Nicht auf dem Bild: Michael Hamburger (20 Jahre).

CSU Buch-Pastetten fordert Lösung des Flüchtlingsproblems

CSU-Bezirksrat Hofstetter zu Asylpolitik: „Es gibt Grenzen“

Harthofen – Das Thema Asyl beherrschte die Versammlung des CSU-Ortsverbands Buch-Pastetten. Ortschef Ferdinand Geisberger und Bezirksrat Franz Hofstetter forderten eine Lösung.

Mit der politischen Situation im Lande ist Franz Hofstetter, CSU-Bezirksrat und Taufkirchener Bürgermeister, nicht zufrieden. Besonders die Ergebnisse der Landtagswahlen in Baden-Württemberg sind für ihn Anlass zur Sorge. „Ich denke, wir alle sind unzufrieden mit der Flüchtlingspolitik. Ich bin wirklich ein Merkel-Fan, aber es gibt Grenzen, und die hat sie nicht erkannt, und will es offenbar auch nicht“, sagte Hofstetter am Mittwochabend als Gastredner des CSU-Ortsverbandes Buch-Pastetten beim Kramerwirt in Harthofen.

Auch mit dem Vorgehen von Ministerpräsident Horst Seehofer ist Hofstetter nicht zufrieden. „Ich habe kein Verständnis dafür, dass kein Kompromiss gefunden wird. Die beiden gehen stur ihren eigenen Weg“, kommentierte er das Verhältnis Kanzlerin-Seehofer. Für seine klaren Worte erntete Hofstetter zustimmendes Kopfnicken der Partei-Kollegen. Und Hofstetter legte nach: Der Bund solle seine Aufgaben nicht auf die Kommunen abladen. „Ich persönlich fühle mich beispielsweise in Taufkirchen mit 250 Asylbewerbern im Stich gelassen. Die Ankunft war das eine, aber jetzt muss man ihnen die Sprache lernen, und das ist nur ein Punkt von vielen“, sagte er. Die Flüchtlingsproblematik lähme die restliche politische Arbeit enorm. Als Beispiel nannte Hofstetter das Pflegestärkungsgesetz: „Da geht nichts vorwärts.“

Aus dem CSU-Ortsverband Buch-Pastetten gab es Positives zu berichten. So seien die regelmäßigen Stammtische, gemeinsam mit Forstern und Wörth, ein voller Erfolg. „Im vergangenen Jahr ist es uns gelungen, ein sehr großes Thema auf den Weg zu bringen“, erinnerte Ferdinand Geisberger an die von der CSU gewünschte Busverbindung nach Erding. Die Ergebnisse der Bedarfsanalyse können voraussichtlich beim nächsten Stammtisch am Mittwoch, 1. Juni, präsentiert werden, kündigte er an. „Der ÖPNV soll ein gutes Angebot sein, das auch genutzt wird. Vor allem wollen wir die Situation für Jugendliche verbessern“, sagte Geisberger.

Auch für heuer plant der 65 Mitglieder starke Ortsverband Großes. Sein 40-jähriges Bestehen will er am Sonntag, 26. Juni, feiern. Musik-Kabarettist Roland Hefter wird dazu in Buch am Buchrain auftreten. Zuvor soll es einen feierlichen Gottesdienst geben.

Über Ehrenurkunden für 45 Jahre CSU-Mitgliedschaft durften sich abschließend Wolfgang Hipper und Joseph Kinstetter freuen. Michael Hamburger gehört der Partei seit 20 Jahren an.

Julia Adam

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Hagl ist heiß auf Fernwärme
Große Geschlossenheit und Zufriedenheit herrscht im CSU-Ortsverband Tegernbach. Bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Stettner in Hochstraß wurde der gesamte …
Hagl ist heiß auf Fernwärme
Neue Sozialpädagogin setzt auf Prävention
Der Markt Isen baut seine Jugendarbeit aus. Die neue Sozialpädagogin Michaela Lehner soll sich aber nicht nur um die Schüler kümmern.
Neue Sozialpädagogin setzt auf Prävention
Wetters Segen für den Schutz der Mutter Gottes
Der Mai ist die Zeit der besonderen Marienverehrung. Gläubige versammeln sich jetzt allerorten in christlicher Tradition zu Maiandachten. Eine ganz besondere Maiandacht …
Wetters Segen für den Schutz der Mutter Gottes
Schmid will 50 000 Euro Schadenersatz
Erding - Der Streit zwischen Schwenkgrill-Betreiber Sascha Schmid und dem Verschönerungsverein Erding geht in die nächste Runde. Schmid hatte geklagt, weil er mit seinem …
Schmid will 50 000 Euro Schadenersatz

Kommentare