Ein Skatepark am Sportgelände – das können sich Jonatan Haase, Sebastian Peter und Filip Göpel (v. l.) gut vorstellen.
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Ein Skatepark am Sportgelände – das können sich Jonatan Haase, Sebastian Peter und Filip Göpel (v. l.) gut vorstellen.

Jugendliche sammeln Unterschriften – Dem Gemeinderat gefällt die Idee

Junge Pastettener wünschen sich einen Skatepark

  • Henry Dinger
    vonHenry Dinger
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Ein Skatepark für Pastetten: Das wünschen sich viele Jugendliche. Einige von ihnen haben nun eine Unterschriftenaktion gestartet. Der Gemeinderat ist schon mal nicht abgeneigt.

Pastetten – Jonatan Haase, Sebastian Peter und Filip Göpel stehen stellvertretend für eine ganze Reihe junger Leute aus Pastetten, die sich einen Skatepark wünschen. Nach ihrer Idee könnte er auf einer Wiese am Schulsportplatz entstehen. Hier gebe es ohnehin Sportflächen, das Areal sei zentral gelegen, und Anwohner könnten nicht gestört werden, weil es keine gibt. Dass ihre Ambitionen durchaus ernst gemeint sind, haben die jungen Pastettener mit einem Antrag an den Gemeinderat bewiesen.

„Es gibt im Moment keine Möglichkeit, in Pastetten zu skaten“, weil weder große Parkplätze noch ein größerer frei stehender Bereich vorhanden und die Straßen für Kinder und Jugendliche schlichtweg zu gefährlich seien, argumentiert Unterzeichner Jonatan Haase in seinem Schreiben an die Gemeinde. Als Ort schlägt er den Sportplatz vor. Um Nägel mit Köpfen zu machen, hat der Zeilerner eine professionelle Zeichnung über das mögliche Aussehen der Anlage gleich mitgeschickt – und eine Liste mit etwa 50 Unterschriften von Kindern, Jugendlichen und Eltern, „um zu zeigen, dass es viele Unterstützer gibt“, so der 16-Jährige. Mit Filip Göpel und Sebastian Peter sind noch zwei von ihnen zum Fototermin mit der Heimatzeitung gekommen.

Skaten in Pastetten: „Es fehlt an einem sicheren Ort“

Früher hätten sie viel Fußball gespielt, aber seit Corona war das nicht mehr möglich, erzählen die Teenager. So haben sie das Skaten für sich entdeckt. Dabei hätten sie schnell gemerkt, dass sich mehr Altersgenossen für diesen Sport begeistern, aber auch kleinere Kinder. „Bloß es fehlt an einem sicheren Ort.“ Sie hätten auch geschaut, wie solche Anlagen anderswo aussehen. „Es muss ja nichts Riesiges sein“, sagt Haase, „und wir haben ja nichts zur verlieren, wenn wir einen Antrag stellen“.

So verfolgten er und seine Freunde im Zuschauerraum gespannt die Reaktionen der Räte, als der Antrag zur Sprache kam. Mit dem ersten Ergebnis können sie zufrieden sein, denn im Gremium kam der Vorstoß positiv an. „Ich finde es gut, dass junge Leute Ideen haben und sich damit einbringen“, sagte Bürgermeister Peter Deischl (FWE).

Auch Gerhard Nußrainer (FWE) war begeistert: „Ich sehe es in Hörlkofen, wie gut die Anlage dort angenommen wird.“ Er befürworte den Beschluss, einen Skatepark zu bauen, „erst mal egal wo“. Auch Horst Ippisch (FWE) stieß in dieses Horn: „Der Antrag ist super formuliert“, sagte er und nannte Kirchseeon als Beispiel, wo ein vergleichbares Areal mit einer Halfpipe gut angenommen werde. Ippisch und Nußrainer begrüßten den Standort am Basketballplatz, weil sich die Jugend dort oft treffe.

Skatepark als Abteilung des Sportvereins?

Ob sich ein Skatepark dort allerdings realisieren lasse, sei nicht sicher, weil „wir auf dem Gelände ja noch andere Dinge vorhaben“, sagte Ippisch in Anspielung auf das geplante Feuerwehrhaus ein Stück weiter hinten. „Aber wir sollten die Idee auf jeden Fall aufgreifen und weiterentwickeln.“ Dabei müsse man auch darüber nachdenken, das Ganze möglicherweise aus versicherungstechnischen und rechtlichen Gründen als Abteilung an die TSG anzugliedern.

Andreas Wagner (BIG) schlug vor, einen entsprechenden Posten in den Haushaltsplan aufzunehmen. Alois Zollner (CSU) meinte, dass „es uns Buch am Buchrain seit Jahren mit einem Sportgelände vormacht“, und auch Pastetten habe das Glück, einen zentral gelegenen Sportplatz zu haben.

Und auch wenn es nicht dieser Standort wird, so müsse vom Gemeinderat das deutliche Signal ausgehen, „dass wir etwas unternehmen und dass wir den mindestens 50 jungen Leuten zuhören“. Ippisch regte an, die Jugendlichen in die Überlegungen einzubeziehen. Zunächst sollen die Kosten ermittelt und in einer der nächsten Sitzungen vorgestellt werden. Der Gemeinderat stimmte einstimmig zu.

hd

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