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Clown Pippo alias Stefan Pillokat aus Markt Schwaben begeisterte die kleinen Zuschauer des Kinderkinos in der Pastettener Grundschule mit artistischen Einlagen und Zaubertricks. 

Kinderkino im Landkreis Erding

Clown Pippo als Sahnehäubchen zum Finale

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Seit 1983 gibt es Kinderkino im Landkreis Erding. Ein Besuch in einer Vorstellung in Pastetten.

Pastetten Mit Zaubertricks, Kunststücken, Akrobatik und einer großen Portion Witz beendete Clown Pippo die laufende Kinderkino-Saison in Pastetten. Für die 34 Kinder kam der Zauberclown genau richtig: Zuvor hatten sie im Musikraum der Grundschule im Film „Fuxia – Die Minihexe“ mit Spannung und ein bisschen Nervenkitzel verfolgt, wie Fuxia mit ihren Freunden den Hexenwald vor dem Abholzen rettet.

Das Kinderkino hat im Landkreis eine lange Tradition. Organisiert vom Landratsamt, startete die erste Vorstellung 1983 in Walpertskirchen. „Heute gibt es zehn Spielstätten, die vor Ort von Ehrenamtlichen organisiert werden. Die Saison beginnt jedes Jahr im November. Gespielt wird einmal monatlich bis zum April“, erklärt Gudrun Schmidt. Sie leitet seit 2012 den Kinonachmittag in Pastetten, seit 2013 hilft auch ihr Mann mit. Daneben gehören noch Eva Berghofer und Tina Seidl zum Team.

„Das Kinderkino in Pastetten gibt es seit 1992. Es wurde von Klaus-Dieter und Helga Koische gegründet“, erzählt Schmidt. Anfangs liefen die Filme im Pfarrheim. Das war insofern praktisch, da man danach gleich in den Nebenraum zum Basteln gehen konnte. „Damals wurden die 16-Millimeter-Filme noch mit sperrigen Vorführgeräten gezeigt“, erinnert sich Gudrun Schmidt. „Heute haben wir einen DVD-Player und einen Beamer.“

Das Angebot richtet sich an alle Kinder des Orts und wird gern angenommen. Waren es vor fünf Jahren noch 73 Besucher bei den sechs Veranstaltungen, kamen in der vorigen Saison 209 Kinder. Heuer waren es knapp 200 Kinder. Dass jetzt mehr kleine Zuschauer kommen, liege auch daran, dass die Spielstätte 2014 in die Schule umgezogen ist. „Damit konnte ein großer Teil der Schüler aus der Mittagsbetreuung unkompliziert einbezogen werden“, so Schmidt.

Zum Film gibt es immer noch ein kleines Sahnehäubchen: Es wird gebastelt, oder die Organisatoren denken sich etwas Besonderes aus. „Zum Abschluss der vorigen Saison haben Reithofener Imker das Leben in einem Bienenstock beschrieben, bevor die ,Biene Maja‘ gezeigt wurde“, sagt Schmidt. In diesem Jahr schaute eben Zauberclown Pippo vorbei.

Mit dem Ende der Saison kommen nun wieder neue Aufgaben auf die Organisatoren zu: „Die Kinderkinoteams sichten jetzt Filme und wählen die aus, die sich für Kinder ab sechs Jahren eignen. Dabei wird auf eine gute Mischung aus Spiel- und Animationsfilmen Wert gelegt. Auch mit welchen Spielen oder Basteleien der Nachmittag begleitet wird, besprechen wir.“ Die Kommunale Jugendarbeit des Landratsamts unterstützt die Spielstätten dabei mit der technischen Ausstattung und der Filmfinanzierung.

Doch für die Zukunft braucht das Kino-Team vor allem ehrenamtliche Hilfe: „Basteln ist heute schon nur noch unter schwierigen Bedingungen möglich, da die Helfer aus alters- oder beruflichen Gründen nicht immer verfügbar sind. Wir brauchen Verstärkung“, sagt Schmidt und denkt da vor allem an nicht berufstätige Mütter oder jung gebliebene Senioren. Schließlich solle das Kinderkino auch in den kommenden Jahren einen festen Platz im kulturellen Angebot der Gemeinde haben. 

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