Kommunales Carsharing

Pastetten wählt den Diesel-Neunsitzer

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Die Gemeinden Pastetten, Neuching und Ottenhofen probieren‘s mit dem kommunalen Carsharing. Jetzt geht‘s darum, Sponsoren zu finden.

Pastetten/Neuching/Ottenhofen - In Pastetten könnte künftig ein Neunsitzer-Bus bereitstehen, der von Vereinen und Privatpersonen genutzt werden kann. Der Anbieter Mikar war nach der vorletzten Sitzung noch einmal vor den ursprünglichen 44,99 Euro Miete pro Tag auf 39,90 Euro zurückgegangen. Nun hat der Gemeinderat grünes Licht gegeben, einen entsprechenden Vertrag zu schließen und einen Stellplatz bereitzuhalten. Mikar kann nun aktiv werden und entsprechende Werbeverträge mit ortsansässigen Unternehmen anbahnen, die den Wagen refinanzieren sollen. Alle elf anwesenden Gemeinderäte stimmten in der Sitzung am Dienstagabend für das Carsharing, allerdings nur acht für den favorisierten Neunsitzer mit Verbrennungsmotor. Deutlich dagegen war Alois Zollner (CSU), der meinte, dass der Diesel „eine vollkommen falsche Nachricht“ an andere sei: „Ein Diesel ist nicht mehr zeitgemäß. Wir sollten als Gemeinde mit gutem Beispiel vorangehen. Man muss auch an die Natur denken.“ Für das ebenfalls angebotene Elektromobil hätte zwar laut Bürgermeisterin Vogelfänger (CSU) der Stromversorger SEW eine Ladesäule installiert, „aber dieses Auto hat nur sieben Sitze und die Reichweite ist einfach noch zu gering“. Diese Ansicht teilte auch Roswitha Bayer-Siegling (SPD), die zwar prinzipiell Zollner zustimmte, aber gleichzeitig auf die noch nicht ausgereifte Batterieproduktion verwies. Die von Mikar geplanten Werbeverträge laufen vier Jahre, danach könne sich die Gemeinde immer noch für ein E-Auto entscheiden, wenn sich Technik und Reichweite verbessert hätten, so Vogelfänger.

Auch im Bereich der VG Oberneuching schaut es gut aus fürs Carsharing. Die Gemeinderäte von Neuching und Ottenhofen hätten „grundsätzlich grünes Licht“ gegeben, dieses Angebot weiter zu verfolgen, sagt VG-Vorsitzender Hans Peis auf Nachfrage. Einig sei man sich, dass ein Standortwechsel zwischen den beiden Kommunen, etwa im Jahresrhythmus, am sinnvollsten wäre. „Passende Standorte zu finden, ist sicher kein Problem“, meint Peis. Ob das Carsharing letztendlich kommt oder nicht, hänge nun von der Finanzierung und damit vor der Teilnahme der Firmen ab. 

Rubriklistenbild: © dpa

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