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Das restaurierte Schmuckstück, die historische Fahne des Krieger- und Soldatenvereins Pastetten von 1956, zeigen (v. l.) stellvertretender Vorsitzender Franz Wenzl, Marc Freihoff, Andreas Winner, Florian Faltermaier, Vorsitzender Hans Hartmaier und Vizebürgermeister Matthias Zimmerer.

KRIEGER- UND SOLDATENVEREIN PASTETTEN

Nach Restaurierung: Neuer Segen für 60 Jahre alte Fahne

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Pastetten – Es ist ein wertvolles Schmuckstück: Die historische Fahne aus dem Jahr 1956, die der Krieger- und Soldatenverein Pastetten heuer restaurieren ließ. Gestern wurde sie anlässlich des Volkstrauertags von Pfarrvikar Janusz Budner gesegnet.

„Sie ist eine Fahne der Kriegsheimkehrer aus dem Zweiten Weltkrieg“, berichtete Vorsitzender Hans Hartmaier beim anschließenden Beisammensein beim Alten Wirt. Er blickte zurück auf die Anfänge des Vereins, der 1880 gegründet wurde. Acht Jahre später kauften die Mitglieder eine Fahne, von deren Weihe in der Vereinschronik sogar noch ein Foto existiert.

„Zwischen 1933 und 1945 waren die Krieger- und Soldatenvereine verboten. Sie wurden im Kyffhäuserbund zusammengefasst. Unsere Mitglieder haben einen Anschluss daran allerdings abgelehnt“, berichtete Hartmaier. Bis 1950 waren die Vereine durch die Amerikaner untersagt. So stand erst 1953 eine Neugründung an – 100 Kriegsheimkehrer fanden sich beim Alten Wirt ein.

Um in der Öffentlichkeit als Verein auftreten zu können, wurde wieder eine Fahne gebraucht. Denn das Original von 1888 war verschollen – „wo sie geblieben ist, weiß niemand. Es könnte jedoch sein, dass sie Beutegut der Amerikaner wurde“, sagte Hartmaier. Also schaffte der Verein 1956 für 1650 Mark eine neue Fahne an.

Da sie 60 Jahre später ein wenig ramponiert gewesen sei, hatte sich der Verein voriges Jahr dazu entschlossen, sie herrichten zu lassen. Die Fahnenstickerei Kössinger in Schierling hat das gute Stück für knapp 8000 Euro restauriert. Sie schätzt den Wert der Fahne auf bis zu 17 000 Euro.

Besonders wertvoll ist die Fahnenspitze mit dem Löwen von 1888, die irgendwie in Sicherheit gebracht wurde. Das Wappen des Löwen zeigt die Insignien des Bayernkönigs Ludwig II. Auf der Vorderseite der Fahne ist das Dritte Königlich-Bayerische Wappen (1835 bis 1919) zu sehen, das mit goldenem Löwen, Fränkischem Rechen, goldenem Pfahl auf weiß-roten Streifen und blauem Löwen die Stämme und Regionen Bayerns symbolisierte. Umrahmt ist es von Löwen, Krone, Lorbeer und Eichenlaub. Auf der Rückseite ist die Pastettener Kirche mit dem Heiligen Georg verewigt, außerdem das Stadtwappen von München – „warum, weiß niemand so genau“, sagte Hartmaier.

Die neue Vereinsfahne, die man 2005 anlässlich des 125-jährigen Bestehens gekauft hatte, wird nun zur Alltagsfahne. Bei besonderen Anlässen soll das restaurierte Stück noch zum Einsatz kommen. „Es wäre schön, wenn wir eine Aufbewahrungsstätte dafür in einem öffentlichen Gebäude finden würden“, sagte Hartmaier in Richtung Gemeinde, die durch Vizebürgermeister Matthias Zimmerer vertreten war.

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