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Unwetter-Bilanz in Forstern und Pastetten

Kurz, aber heftig

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Forstern/Pastetten – Schlammige Wassermassen haben am Samstag die Feuerwehr Forstern auf Trab gehalten. In Pastetten waren es umgeknickte Bäume.

Das Unwetter am frühen Samstagabend war nicht lang, dafür umso heftiger. In der Gemeinde Forstern hat es besonders die Wettinger Straße erwischt. „Dort war die Hauptwucht“, erklärt Rainer Streu. Die Straße habe sich kurz vor 18 Uhr regelrecht in einen Bach voll Schlamm und Dreck verwandelt – „so etwas habe ich noch nie gesehen“, sagt Forsterns Kommandant.

Die Einsatzkräfte, die über Wetting nach Preisendorf zu einem umgestürzten Baum ausrücken wollten, hätten wegen der Wassermassen nicht mehr weiterfahren können. „Wir haben gleich nachalarmiert und versucht, das Wasser mit Sandsäcken und Brettern zu kanalisieren“, berichtet Streu.

In zwei Häusern seien die schlammigen Fluten schon 1,50 Meter hoch im Keller gestanden, zwei weitere hätten das Wasser 30 Zentimeter hoch im Erdgeschoss stehen gehabt. Bis 1 Uhr nachts waren Streu und seine Kameraden damit beschäftigt, die Keller leer zu schaufeln. „Kübelweise haben wir den Schlamm rausgetragen“, bevor Schlammsauger und Tauchpumpen zum Einsatz kamen, berichtet Streu.

In der Ortsmitte rund um den Hirschbach, einer der Brennpunkte vor drei Jahren, war es diesmal vergleichsweise entspannt. Lediglich den Bereich des Kriegerdenkmals habe der Hirschbach überflutet. „Im Großen und Ganzen hat sich bestätigt, was die Experten im Hochwasserschutzkonzept festgestellt haben“, sagt Streu.

Dieses Fazit zieht auch Georg Els. „Wir müssen das Konzept sehr schnell und forciert angehen“, sagt der Bürgermeister. Das Unwetter habe aufgezeigt, wo Handlungsbedarf besteht – am Hirschbach, in Preisendorf, ganz besonders an der Wettinger Straße. Hier seien zudem einigen Bewohnern die laut Els „privaten Schutzmaßnahmen“ der Nachbarn – der Bürgermeister spricht von aufgeschütteten Wällen – zum Verhängnis geworden. „Wenn jemand etwas zum Eigenschutz macht, dann darf nicht der Nachbar die volle Ladung abkriegen“, so Els.

„Das Wasser ist gnadenlos. Man braucht viele einzelne Maßnahmen in vielen Bereichen, damit sie wie ein Netzwerk wirken können“, erklärt der Bürgermeister. Er ist froh, dass die Gemeinde bereits einige Maßnahmen angepackt hat – „sonst wäre es noch schlimmer gekommen“, ist Els überzeugt. Er nennt hier die Rückhaltemauern im Bach zwischen Brand und Kreiling sowie das Rückhaltebecken in Tading für Wasser von Oberbuch, das seine Wirkung voll entfaltet habe.

„Hirschbach hat gerade so gehalten“

In Pastetten war das Hochwasser diesmal kaum ein Problem. „Man hat zwar Wasser auf den Feldern stehen sehen, aber der Hirschbach ist nicht über die Ufer getreten. Er hat gerade eben so hergehalten“, sagt Bürgermeisterin Cornelia Vogelfänger. Es sei sehr viel Regen in extrem kurzer Zeit gefallen. „Länger hätte es nicht regnen dürfen“, sagt Vogelfänger, die auch von vereinzelten Stromausfällen in ihrer Gemeinde und Wasser im TSG-Trainingsraum in der neuen Turnhalle berichtet.

Aerobic-Sportlerin Celin Milde hatte während des Unwetters dort trainiert und bemerkt, dass Wasser durch das geschlossene Fenster läuft. „Ich habe schnell ein paar Sachen aus der Fundkiste genommen, um zu verhindern, dass das Wasser auf den Boden kommt. Nachdem der Regen aufgehört hatte, habe ich versucht, alles aufzuwischen“, berichtet Milde.

Die beiden Ortsfeuerwehren Pastetten und Reithofen-Harthofen hatten es vor allem mit umgestürzten Bäumen zu tun. Auf der Straße Richtung Markt Schwaben vor der Autobahnbrücke brachte ein Blitzeinschlag einen Baum zu Fall. Einer knickte zwischen Fendsbach und Hörlkofen an einem Waldstück um und in Reithofen drohte ein entwurzelter Baum, auf die Fahrbahn zu fallen.

Mit Unterstützung der Kameraden aus Markt Schaben und deren Drehleiter wurde der Baum mehr als drei Stunden lang Stück für Stück abgetragen. „Dafür gab es eine Vollsperrung, aber einige Autos sind trotzdem durchgefahren. Die Unvernunft mancher Leute ist gewaltig“, ärgert sich Vogelfänger.

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