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Neue Mensa in Pastetten: Kaum gebaut, schon zu klein

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Von: Henry Dinger

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Guten Appetit: Hier holen sich gerade Samuel (vorn) und Simon ihr Mittagessen. Überreicht wird es von OGTS-Koordinatorin Petra Proft, neben ihr steht Küchenkraft Snezana Kostic. Beim Fototermin mit dabei war Bürgermeister Peter Deischl, der derzeit die Erweiterung der OGTS und der Schule plant.
Guten Appetit: Hier holen sich gerade Samuel (vorn) und Simon ihr Mittagessen. Überreicht wird es von OGTS-Koordinatorin Petra Proft, neben ihr steht Küchenkraft Snezana Kostic. Beim Fototermin mit dabei war Bürgermeister Peter Deischl, der derzeit die Erweiterung der OGTS und der Schule plant. © Henry DInger

Der Umbau der alten Pastettener Schulturnhalle zur hellen, freundlichen Mensa für die Offene Ganztagsschule (OGTS) war ein Schritt in die richtige Richtung. Doch für die kommenden Jahrgänge wird’s schon wieder eng.

Pastetten – „Panierte Hühnerbrust mit Karotten-Mais-Salat und Kartoffelstampf“ steht am Tag unseres Fototermins auf dem Speiseplan. Das klingt nicht nur schmackhaft, das Gericht auf den Tellern sieht auch appetitlich angerichtet aus. Der Blick in den hellen, freundlichen Saal der neuen Pastettener Schulmensa verrät, dass das Mittagessen-Angebot gern angenommen wird.

Coronabedingt verteilen sich die Schüler an gut zwei Dutzend Tischen mit großen Abständen. „Zum Essen angemeldet sind 86 Kinder“, sagt Petra Proft, die Koordinatorin der OGTS. Um einen möglichst entspannten Ablauf zu ermöglichen, wird in zwei Etappen gegessen. 48 Kinder stillen ihren Hunger ab 12.15 Uhr, die zweite Gruppe fängt um 13 Uhr mit dem essen an. Da sind die anderen schon draußen beim Frischlufttanken.

Immer donnerstags kommt der Speiseplan für die nächste Woche, da wissen die Schüler schon, worauf sie sich freuen können. Pro Tag gibt es ein Menü. „Oft besteht es aus Suppe, Hauptgang und einen Nachtisch, meist frisches Obst oder Joghurt“, sagt Proft. Was vom Tagesangebot auf den Teller kommt, kann jedes Kind selbst entscheiden. „Und wer noch Hunger hat, kann sich auch einen Nachschlag holen.“ Wer ein rein vegetarisches Menü möchte oder eine Unverträglichkeit für eine Zutat hat, kann nach Absprache spezielle Gerichte bestellen – heuer sei aber kein Kind dabei, auf das dies zutreffe, so die OGTS-Koordinatorin.

Die Mahlzeit kostet pro Tag 3,50 Euro inklusive Getränken. Das wird derzeit wegen der verschärften Hygienemaßnahmen nur in Flaschen ausgegeben, welche die Betreuerinnen an den Platz bringen. Das Mittagessen wird vom Caterer – der Kita- und Schulverpflegung Ascher in Oberding – gegen 11.30 Uhr frisch gekocht angeliefert. In der edelstahlglänzenden Schulküche gibt es einen Konvektomaten, ein Heißluftofen zum Erhitzen, und eine Theke mit einer so genannten Bain-Marie. Die besteht aus großen Behältern, in denen die Speisen schonend warmgehalten werden können.

Hinter der Theke ist das Reich von Küchenkraft Snezena Kostic, die bei der Ausgabe von einer Betreuerin unterstützt wird. Nach dem Essen räumen die Schüler ihre Tabletts selbst in einen Wagen, ums Abwaschen kümmert sich eine Industriespülmaschine innerhalb weniger Minuten.

Doch schon bald dürfte die erst vor wenigen Monaten eröffnete Mensa wieder zu klein werden. „Die OGTS hat schon jetzt kaum noch Platz“, erklärt die Leiterin. Mit 88 Kindern, die derzeit angemeldet sind, sei die Obergrenze erreicht. Die derzeit vier Gruppenräume reichen schon lange nicht mehr aus. In der Schule sind aber keine Zimmer mehr frei, derzeit wird für die Hausaufgaben von der OGTS neben der Mensa auch ein Musikraum mit genutzt. „Es kann passieren, dass wir irgendwann Absagen erteilen müssen“, meint Proft mit Blick auf wachsende Schülerzahlen. Das möchte sie jedoch gern vermeiden.

Ein Problem, das Peter Deischl Kopfzerbrechen bereitet. „Wir müssen die OGTS und die Schule dringend erweitern“, sagt der Bürgermeister. Wie genau das gehen soll, kann er allerdings noch nicht sagen. „Derzeit erarbeiten wir mit der Schule zusammen ein Raumprogramm, das Ende des Jahres stehen könnte. Dann werden wir überlegen, wie die Erweiterung aussehen könnte.“

Die Idee der Aufstockung habe man wieder verworfen, weil sie zu wenig neue Räume bringen würde. Es läuft also möglicherweise auf einen Anbau hinaus. Deischl hofft, die Pläne 2022 so weit fertig zu haben, dass ein Förderantrag gestellt werden kann. Ein Jahr später könnte der Bau beginnen und rechtzeitig zum Schuljahresbeginn im September 2023 fertig sein.

hd

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