Gemeinderat Pastetten 

Die nächste Debatte ums Feuerwehrhaus

In der Pastettener Gemeinderatssitzung meldeten sich Horst Ippisch und Petra Schwarz wieder kritisch zum Thema Feuerwehrhäuser zu Wort. Die Feuerwehrhaus-Problematik stand am vergangenen Dienstag eigentlich gar nicht auf der Tagesordnung, ließ aber dennoch die Emotionen hochkochen. Ippisch, einer der Initiatoren des Bürgerbegehrens zum Grundsatzbeschluss über den Bau der Häuser, hatte in der Bürger-Fragestunde kritische Fragen zum weiteren Ablauf der Planung gestellt.

Pastetten – Er bezog sich dabei vor allem auf die Sitzung vom 27. Juni, in der Architekt Ludwig Maier die ersten Entwürfe für ein Doppel- und ein Einzelhaus vorgestellt hatte. Laut Ippisch entsprach das Vorgehen nicht der Abmachung, zunächst ein Einzelhaus zu planen und es dann zu einem Doppelhaus zu spiegeln. „Man würde dann sehen, ob das Gelände der jetzigen Häuser dafür ausreicht und gegebenenfalls nachplanen können“, sagte Ippisch.

Bürgermeisterin Cornelia Vogelfänger entgegnete, dass es „von Anfang an umstritten war, ob das Doppelhaus dort überhaupt passt“. Es sollte deswegen schnellstens geklärt werden, ob diese Variante funktionieren könnte. Daher wurden die Überlegungen für das Doppelhaus durchgespielt. Petra Schwarz, Mitinitiatorin des Bürgerbegehrens, meinte, dass der Vorschlag von Ludwig Maier durchaus „Optionen der Komprimierung“ gezeigt hätte. Damit sei das Ziel, einen konkreten Lösungsvorschlag zu bringen, nicht eindeutig genug verfolgt worden.

In diese Kerbe schlug auch Gemeinderat Andreas Winner (FWE), der die Ernsthaftigkeit des Vorgehens ebenfalls in Zweifel zog. Beispielsweise seien im Entwurf die geplanten Fahrzeughallen breiter als es die DIN vorschreibe. Vogelfänger verwies darauf, dass die Pläne, wie in der vorangegangenen Sitzung beschlossen, derzeit von der Regierung von Oberbayern und vom Kreisbrandrat geprüft werden.

Neues System für Schmutzwasserkanal

Beide müssten ihr fachliches Urteil über die Einhaltung der Normen und damit der Fördermöglichkeiten abgeben. Ein Termin mit beiden Gremien sei für Ende Juli angesetzt. „Vorher wird nichts Kostenpflichtiges mehr unternommen“, sagte Vogelfänger.

Für Diskussionen sorgte auch die erforderliche Erneuerung eines sogenannten Leichtflüssigkeitsabscheiders auf dem Bauhof-Areal. Wie Bauamtsleiter Rüdiger Koppe informierte, wurde bei einer Ortsbesichtigung mit Vertretern des Abwasserzweckverbands Erdinger Moos Ende Juni die Option besprochen, das neue System an den bestehenden Schmutzwasserkanal anzuschließen.

Ein Ingenieurbüro soll nun Planung, Vergabe und Bauleitung übernehmen. Drei Angebote hatte die Gemeinde eingeholt. Günstigster Bieter war dabei das Ingenieurbüro Schelzke mit gut 22 000 Euro.

Gemeinderat Alois Zollner (CSU) schlug vor, die alte Anlage zu sanieren, da die hohen Kosten für den Neubau nicht im Budget vorgesehen seien. Koppe machte allerdings deutlich, dass eine Reparatur nicht mehr möglich sei und man mit der Erneuerung auch zeitlich im Zugzwang wäre.

Das spricht auch gegen den Vorschlag von Roswitha Bayer-Siegling (SPD). Sie regte an, mit einer Entscheidung zu warten, bis die Planung für die Feuerwehrhäuser in trockenen Tüchern sei, und dann eventuell die Leistungen zu verbinden. Die Mehrheit der Gemeinderäte stimmte im Anschluss dafür, das Ingenieurbüro zu beauftragen.

Henry Dinger

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