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Im Gänsemarsch zur Weihe einmal uns Haus: Gestern Vormittag wurde die neue Förderstätte des Fendsbacher Hofs mit zahlreichen Ehrengästen von Pfarrer Christoph Stürzer (r.) eingeweiht.

Neue Förderstätte am Fendsbacher Hof

Eine Perspektive für Menschen mit Behinderung

Fendsbach – Ein „anregendes Haus für Menschen mit schwersten Behinderungen“, so die Gesamtleiterin des Einrichtungsverbunds Steinhöring, Gertrud Hanslmeier-Prockl, wurde gestern Vormittag eingeweiht: die neue Förderstätte auf dem Fendsbacher Hof.

Zahlreiche Ehrengäste, darunter Vertreter der Kommunalpolitik, der Geistlichkeit, Förderer und am Bau Beteiligte, kamen zum Festakt.

Bei der Ausgestaltung seien die Bedürfnisse der Menschen im Mittelpunkt gestanden. So gebe es Bereiche für Rückzug und Geborgenheit, für Aktivität in Gruppen oder zur Einzelförderung. Bei der Innengestaltung sprechen Licht- und Fühlwände, Schaukästen sowie eine fein abgestimmte Farbgestaltung, die natürliche Themenräume wie Meer, Wald und Wüste eröffnet, die Sinne an. Die Couchbereiche der Gruppen sind an die entsprechenden Themenräume angelehnt.

„Das natürliche Licht ist sinnvoll integriert und wird durch Effektbeleuchtung ergänzt, um verschiedene Naturbilder und Stimmungen zu unterstützen“, so Hanslmeier-Prockl. Wichtig sei die flexible Raumeinteilung, um sie an die jeweiligen Bedürfnisse anpassen zu können. Die Gesamtleiterin wünschte sich, dass die Menschen gerne im Haus verweilen, ihren Wünschen in allen Lebensbereichen nachgehen können, Anregung und liebevolle Unterstützung erfahren.

Das Angebot der Förderstätte richtet sich an Menschen, die aufgrund „der Schwere und Ausgeprägtheit der individuellen Beeinträchtigung nicht, noch nicht oder nicht mehr in den Werkstätten beschäftigt werden können“. Hanslmeier-Prockl dankte allen am Bau Beteiligten. „Die Förderstätte wird 21 Menschen mit Behinderung eine Perspektive geben. Sie gibt dem Tag eine Struktur und ermöglicht ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Selbstbestimmung“, sagte Cornelia Vogelfänger, Pastettens Bürgermeisterin und Vorsitzende des Fördervereins Fendsbacher Hofs. Sie hob auch die gegenseitige Wertschätzung hervor, die zwischen Bewohnern und Betreuungsteam herrsche.

In Pastetten sei man stolz auf den Fendsbacher Hof. Vogelfänger äußerte ihre Freude, „diesen neuen Meilenstein“ einzuweihen. Der leitende Baudirektor der Regierung von Oberbayern, Roman Dienersberger, sprach ebenfalls ein Grußwort. Die Förderstätte wird vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration sowie der „Aktion Mensch“ und dem Bezirk Oberbayern gefördert.

Die feierliche Weihe nahm Pfarrer Christoph Stürzer vor, unterstützt von Mechthild Ferber-Holzbauer, Seelsorgerin des Einrichtungsverbunds, und Heilerziehungspflegerin Waltraud Rebmann. Die Leitung der Förderstätten liegt in den Händen von Thomas Bacher und seinem Team. Vroni Vogel

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