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Das Sortiment im Dorfladen von Gabriela Graf-Sponholtz reicht von Konserven bis zu Drogerieartikeln.

Neues Angebot in Pastetten: Bilanz nach einem Jahr

„Dorfladen allein würde sich nicht lohnen“

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Seit einem Jahr gibt es den Dorfladen von Gabriela Graf-Sponholtz in Pastetten. Er wird gut angenommen. Doch ohne Postfiliale, Lotto und Schreibwaren würde das Geschäft nicht laufen.

Pastetten – „Eine große Auswahl an Obst und Gemüse, das wäre noch so ein Wunsch von mir“, erzählt Gabriela Graf-Sponholtz, die seit einem Jahr den Dorfladen in Pastetten betreibt. Doch dafür gäbe es keine Kühlmöglichkeiten, der Platz ist zu gering. „Mittlerweile haben wir donnerstags ein ganz kleines Sortiment. Das hast sich schon herumgesprochen.“ Die Sachen kommen frisch von einem regionalen Erzeuger. „Mir ist es wichtig, dass frische Waren von hier sind und nicht von sonst woher angefahren werden“, sagt Graf-Sponholtz. Unter anderem Nudeln, Eier, Milch und Mehl stammen aus der Region.

Die Einkaufsmöglichkeiten der Pastettener waren noch vor gut einem Jahr recht überschaubar. Als die Bäckerei Wimmer im Februar 2015 für immer zugesperrt hat, hatte Graf-Sponholtz das Angebot ihres Schreibwarenladens mit angeschlossener Post und Lottoannahme um Backwaren vergrößert. 2016 bestand dann die Möglichkeit, die Geschäftsräume durch einen einfachen Mauerdurchbruch zu erweitern. Damit kam ein buntes Sortiment an Lebensmitteln hinzu, von Molkereiprodukten über Konserven und Naschwerk bis hin zu einer kleinen Auswahl an Getränken. Auch Drogerieartikel sind im Programm. Kurz: Von den gebräuchlichsten Dingen des täglichen Bedarfs jeweils etwas.

Das überschaubare Sortiment wurde damals aufgrund der Erfahrungen des Lieferanten zusammengestellt, der sich mit kleinen Läden auf dem Land auskennt. Die Bilanz nach einem Jahr klingt sachlich: „Der Dorfladen alleine würde sich nicht lohnen“, sagt die Betreiberin und zeigt auf Schreibwarenregale, Lotto- und Postschalter: „In dieser Mischung funktioniert es aber.“ Es sei vor allem schwierig, die Menge der Backwaren zu kalkulieren. „Mal habe ich zu wenig, mal zu viel.“

Auch bei den Lebensmitteln, deren Mindesthaltbarkeitsdatum schnell naht, wie etwa Toast, Milch oder Sahne, kann die Betreiberin nur schwer abschätzen, was wann gefragt wird. „Es ist komplett unterschiedlich, wann wie viele Kunden kommen, auch an Wochentagen lässt sich das nicht festmachen.“

Bei manchen Produkten haben ihre Käufer jedoch konkrete Wünsche geäußert, was sie gern hätten. „Stärker nachgefragt wurden feuchte Tüchern, Entkalker und Sonnencreme, da haben wir diese Sachen ins Angebot genommen.“ Bei anderen Produkten kamen Marken und Sorten hinzu. „In erster Linie betraf das Schokolade und Zigaretten“, sagt Graf-Sponholtz, „da hat jeder so seine Vorlieben“. Aber auch bei Öl und Milch wurde um andere Erzeuger ergänzt. Gern gekauft wird Speiseeis – das kam recht schnell nach der Eröffnung im September 2016 dazu.

Seit neun Jahren betreibt die Unternehmerin in Pastetten ihr Geschäft mit wachsendem Angebot. Von Anfang an dabei war ein kleines, feines Sortiment an Deko- und Geschenkartikeln, Servietten und Glückwunschkarten, die auch heute noch gefragt sind. „Jetzt kann ich diese Sachen besser präsentieren“, freut sich die Inhaberin. Für die Zukunft hat sie Ideen, etwa kleine Koch-Events mit Verkostung. „Aber wann und wie soll ich so was umsetzen?“ Dafür fehle ihr die Zeit.

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