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In vertauschten Rollen blickten Pastettens Bürgermeisterin Cornelia Vogelfänger und Gemeindereferentin Manuela Steck (v. l.) augenzwinkernd auf die vergangenen zwei Jahre zurück.

Neujahrsempfang von Pastetten und Buch am Buchrain 

Der Pfarrer ist auch nur ein Mensch

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Beim Neujahrsempfang, den die Pfarreien und Gemeinden Buch am Buchrain und Pastetten gemeinsam ausgerichtet haben, gab es witzige Unterhaltung ebenso wie ernste Töne.

Pastetten– Mit einem Sketch starteten die Gemeinden und Pfarreien Buch am Buchrain und Pastetten ins neue Jahr. Heuer war – gewechselt wird alle zwei Jahre – Pastetten für den Neujahrsempfang zuständig. Der Einladung gefolgt waren etwa 60 Gäste, darunter Pfarrer Christoph Stürzer, Forsterns Bürgermeister Georg Els, der Bucher Altbürgermeister Martin Ostermaier und Pastettens früherer Pfarrer Georg Galinski.

Nach einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin wechselte die Gesellschaft ins Pfarrheim. „Vor acht Jahren startete der Neujahrsempfang erstmals mit einem Gottesdienst, um Kirche und Gemeinde besser zu vereinen. Seither ist es zur schönen Tradition geworden“, erklärte Pastettens Bürgermeisterin Cornelia Vogelfänger. Gemeindereferentin Manuela Steck unterstrich, dass der Begriff „Gemeinde“ für den kirchlichen wie auch für den weltlichen Bereich gelte.

Zur Tradition gehört mittlerweile auch, dass die Rathaus- und Pfarrhaus-Vertreter in einem witzigen Dialog die Begebenheiten der vergangenen Jahre auf die Schippe nehmen. Dabei waren die Rollen vertauscht – die Bürgermeisterin schlüpfte in die Rolle der Gemeindereferentin und umgekehrt. So ging es dann darum, dass die Referentin einen „neuen Herrn“ bekommen hat, einen „richtigen Pfarrverbandsleiter, Christoph Stürzer“. Und so ein Pfarrer sei „auch nur ein Mensch, mit Hobbys und Vorlieben“, wurde darauf angespielt, dass Steck „nicht mehr allein beim Rauchen vor der Tür stehen muss“.

In diesem Tonfall ging es um weitere Themen wie geplante Ställe, die den „Pfarr- zum Farmverband“ machen, oder um die leidige „Kirchenmusik-Story von Forstern“, die die Pfarrei fast entzweit hätte. Das brachte eine gute Überleitung zu den beiden Feuerwehrhäusern für Pastetten, die „in einer hysterischen ... äh ... historischen Sitzung in der alten Turnhalle“ beschlossen worden seien und nicht etwa im Zirkuszelt der Feuerwehr, was man hätte denken können, weil doch „immer so ein Zirkus wegen der Feuerwehrhäuser ist“.

Neben so viel Witz wurden auch ernsthafte Töne angeschlagen. „Bei allem, was manchmal nervt oder hindert – von der Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft unserer Leute können andere Gemeinden nur träumen“, hieß es vom Rednerpult, begründet mit der Hilfe für die erkrankte Yasmin und ihre Familie.

Die Zwischenmenschlichkeit hatte auch in der Rede von Buchs Bürgermeisters Ferdinand Geisberger einen großen Stellenwert. „In der Gesellschaft muss der Ansatz zum Umdenken vorhanden sein, hin zu wieder mehr Respekt und Wertschätzung anderen gegenüber.“ Es gebe in den Gemeinden viel zu tun, sagte der Bürgermeister, etwa die Digitalisierung und die Wohnraumschaffung. „Doch das können wir nur gemeinsam leisten.“

Zukunft und Träume waren auch die Kernpunkte von Pfarrer Stürzers Ansprache. Jedes Jahr stünde erneut „versuchen und ausprobieren“ auf dem Programm, denn es gebe keinen perfekten Weg – weder für einen selbst, noch für die Kirche oder die Gemeinde. „Es liegt an uns, die Zukunft zu gestalten“, sagte der Pfarrermit Hinweis auf die Pfarrgemeinderatswahlen im Februar. Stürzer ging zudem auf Neuigkeiten in der Pfarrei ein, zu denen der Kindertagesstättenverbund unter der Trägerschaft der Pfarrkirchenstiftung Forstern-Tading sowie ein Haushalts- und Personalverbund gehören.

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