Das Pastettener OGTS-Team steht bereit (v. l.): Roswitha Windmeißer, Monika Fechner, Lucia Stettner, Monika Jozefowska, Schulleiterin Karin Wittig, Nevresa Malkic, Bürgermeister Peter Deischl und OGTS-Koordinatorin Petra Proft.
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Das Pastettener OGTS-Team steht bereit (v. l.): Roswitha Windmeißer, Monika Fechner, Lucia Stettner, Monika Jozefowska, Schulleiterin Karin Wittig, Nevresa Malkic, Bürgermeister Peter Deischl und OGTS-Koordinatorin Petra Proft.

Betreuung und Förderung am Nachmittag – 86 Kinder angemeldet

Pastetten: Offene Ganztagsschule geht an den Start

  • Henry Dinger
    VonHenry Dinger
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Betreuung und Förderung am Nachmittag: An der Pastettener Grundschule ist die Offene Ganztagsschule (OGTS) gestartet. Angemeldet sind 86 Kinder.

Pastetten – Dass in Pastetten das Konzept einer Offenen Ganztagsschule (OGTS) umgesetzt werden soll, war bereits seit Jahren Thema im Ort. Dies war auch einer der Gründe, warum die alte Turnhalle recht kostenintensiv in eine helle, freundliche Mensa mit angeschlossener Küche umgebaut wurde. Mit diesem Schuljahr nun startet die OGTS an der Grundschule. „Angemeldet sind 86 Kinder“, freut sich Petra Proft. Sie ist die neue OGTS-Koordinatorin und bringt für diese Aufgabe 26 Jahre Erfahrung als Leiterin der Mittagsbetreuung mit. Die läuft unter der Regie des Vereins „Aktive Eltern Pastetten e.V.“ und wird nun in die Offene Ganztagsschule übergeführt.

Dass der Bedarf da ist, zeigte sich an der stetig wachsenden Zahl der betreuten Kinder, die 1995 bei sieben gestartet ist. Heute gehören sechs Mitarbeiterinnen neben Proft zum Betreuungsteam, fast alle haben eine Ausbildung für die Schulkindbetreuung absolviert, eine der Betreuerinnen wird sie noch ablegen. „An Mitarbeitern dürfen es aber gern mehr werden, da so viele Kinder dazugekommen sind. Wir suchen zurzeit noch fleißig“, sagt Proft. Hinzu kommen Kursleiter wie Konrad Huber für Musik, Claudia Nolf für Englisch und Bea Hönig-Jandl für Sport.

Nach dem Essen an die frische Luft, danach werden Hausaufgaben gemacht

Die Damen sind nun gerüstet für das neue Schuljahr. Betreut werden die Kinder von Montag bis Donnerstag wahlweise bis 14 oder 16 Uhr, und zwar kostenlos für die Eltern. Nur für das warme Mittagessen, das der Caterer Ascher aus Schwaig liefert, muss ein Obolus entrichtet werden. „An diesen Tagen werden die Kinder auch mit dem Schulbus nach Hause gefahren. Das ist eine Verbesserung im Vergleich zur Mittagsbetreuung“, sagt Proft. Eine Betreuung ist auch freitags bis 14 Uhr möglich, die ist jedoch kostenpflichtig.

Für die Offene Ganztagsschule gelten bestimmte Anforderungen und Abläufe. Sehr umstellen müssen sich die Kinder, die in den vergangenen Jahren in der Mittagsbetreuung waren, aber nicht. „Da wir wussten, dass die OGTS kommen wird, haben wir schon vor vier Jahren angefangen, unseren Ablauf darauf auszurichten“, erklärt Proft. Die Kinder werden in feste Gruppen eingeteilt, die je nach Stärke unter der Obhut von einer oder zwei Betreuerinnen stehen.

Vielfältige Projektarbeit, von Sport bis Musik

Nach dem Mittagessen geht es eine halbe Stunde an die frische Luft zum Austoben und Sauerstoff tanken. Zwischen 14 und 15 Uhr werden Hausaufgaben gemacht, bis 16 Uhr steht dann vielfältige Projektarbeit auf dem Plan – angefangen von kreativen Arbeiten, über Sport und Musik bis zum Englischlernen. Aber auch Entspannungsstunden sind dabei. Für die Zukunft soll beispielsweise auch das Kinderkino Pastetten mit ins Boot geholt werden.

Ein wenig Kopfzerbrechen bereitet Proft das begrenzte Platzangebot. „Unsere drei Gruppenräume reichen nicht mehr, wir weichen schon mit den Hausaufgaben in die Mensa und ins Musikzimmer aus.“ Auch die alte Hausmeisterwohnung, die im Zuge der Sanierung umgebaut wurde, wird mit genutzt.

Das Platzproblem ist allerdings ein generelles Problem der Grundschule Pastetten, das in den kommenden Jahren dringend gelöst werden muss. Der ungebrochene Zuzug bringt viele neue Schüler – in diesem Jahr wurden bereits drei erste Klassen eingeschult.

hd

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