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Cornelia Vogelfänger will Runden A 94-Tisch.

Pastetten und Buch wollen Verbesserungen erzielen

700 Unterschriften gegen A 94-Lärm

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Die Anwohner sind genervt. Das zeigen die über 700 Unterschriften, die einen viel besseren Lärmschutz fordern. 

Pastetten An der A 94 muss der Lärmschutz dringend nachgebessert werden. Dass die Nerven der Anwohner blank liegen, zeigt sich in einer Liste mit über 700 Unterschriften aus Buch an Pastetten. Die Protestnote soll Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, den CSU-Abgeordneten Andreas Lenz und Ulrike Scharf sowie den Bürgermeistern Cornelia Vogelfänger (Pastetten) und Ferdinand Geisberger (Buch) geschickt werden.

In der Pastettener Gemeinderatssitzung flammte die Diskussion über die Maßnahmen heftig auf. WRH-Gemeinderätin Susanne Gerster sagte, dass sich in Reithofen der Lärm durch Lastwagen „in keiner Weise verringert hat“. Vogelfänger hielt dagegen, ihr hätten Bürger berichtet, dass gerade diese Verkehre „sehr wohl nachgelassen haben“.

Konkrete Messungen müssen durchgeführt werden

Hans Kerschbaum (FWE) fragte nach Maßnahmen, die die Gemeinde ergreifen könnte. Vogelfänger erwiderte, dass die Gemeinde derzeit nichts machen könne. Sie habe sich bereits an Scharf und Lenz gewandt. Beide sammeln mit den Gemeindeverwaltungen Informationen zu den Standorten, an denen der Krach besonders schlimm ist. Dann sollen an diesen konkreten Stellen Messungen durchgeführt werden, die zeigen, ob Grenzwerte überschritten werden und welche Möglichkeiten der Nachbesserung es gibt.

Es sei ihm „zu wenig“, so WRH-Rat Alois Huber, wenn Vogelfänger als CSU-Mitglied mit ihrem Parteifreund Andreas Scheuer „unter vier Augen, oder wie auch immer“ spreche. Die Gemeinde müsse sich positionieren – und das auch schriftlich fixieren. „Viele sind viel stärker belastet, als sie es subjektiv erwartet haben. Einige sind am Boden zerstört“.

Anwohner sollen extrem laute Stelle melden

„Ich schreibe nicht als CSU-Mitglied, sondern als Bürgermeisterin von Pastetten ganz klar im Namen der Kommune“, stellte Vogelfänger klar. In „naher Zukunft“ soll es ein Treffen mit dem Landrat, den betroffenen Bürgermeistern und verschiedenen Abgeordneten geben, bei dem auch versucht werde, den Verkehrsminister mit an den Tisch zu bekommen. Buch und Pastetten haben jeweils für sich Schreiben vorbereitet, die vorher noch an die Beteiligten gehen, ehe sie unter anderem an die Verkehrsministerin und die Autobahndirektion geschickt werden.

Gerhard Nußrainer (FWE) regte an, die Bürger einzuladen, um noch einmal deren Meinung zu hören und aufzuzeigen, wie die Gemeinde vorzugehen gedenke. Vogelfänger verwies auf das kommende Mitteilungsblatt, in dem die Anwohner aufgefordert werden, die Stellen zu melden, an denen es extrem laut ist.

Mehrere Räten baten, den Brief auch im gemeindlichen Dezember-Mitteilungsblatt zu veröffentlichen. Zweiter Bürgermeister Matthias Zimmerer (CSU) fragte nach einer Verkehrszählung, um auch die positiven Auswirkungen der Autobahn messen zu können. „Das passiert in Buch und Pastetten nach den Herbstferien“, versprach die Rathauschefin. 

Henry Dinger

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