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Nach einer Stunde Auszählarbeit standen die Kandidaten der Freien Wählergemeinschaft Einigkeit Pastetten fest (sitzend, v. l.): Hans Kerschbaum (Listenplatz 4), Eva Schmid (11), Agnes Gröppmair (14), Bürgermeister-Kandidat Peter Deischl (1), Stefanie Wurmannstetter (15), Roswitha Bayer-Siegling (8) und Gerhard Nußrainer (5) sowie (stehend, v. l.) Franz Moser (Ersatz), Leo Rehmann (9), Michael Lohner (19), Ludwig Stanner (12), Lorenz Deischl (18) Hubert Nußrainer (17), Dominik Beller (26), Florian Faltermaier (6), Alexander Willems (28), Mathias Storde (7), Anton Lechner jun. (21), Stefan Frost (22), Josef Hupfauer jun. (16), Doris Traublinger (10), Andreas Winner (2), Janina Nizel (13) und Horst Ippisch (3). Nicht im Bild: Marc Freihoff (20), Cathrin Jennings (23), Edwin Rehmann (24), Birgit Gaigl (25), Martin Philip (27) und Gerg Mader (Ersatz).

Bürgermeister- und Gemeinderatskandidaten

Freie Wählergemeinschaft Einigkeit Pastetten: „Wir sind da, um es besser zu machen“

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Jetzt ist es offiziell: Peter Deischl ist der Bürgermeisterkandidat der Freien Wählergemeinschaft Einigkeit Pastetten. Die hat jetzt auch ihre Liste aufgestellt.

Pastetten – Er war einer der Ersten: Bereits im Mai hatte die Freie Wählergemeinschaft Einigkeit (FWE) Pastetten Peter Deischl aus Zeilern als Bürgermeisterkandidat präsentiert (wir berichteten). Der 58-jährige Zimmerermeister und Bautechniker ist in Pastetten kein Unbekannter: Insgesamt 24 Jahre gehörte er dem Gremium an, saß davon zwölf Jahre im Rechnungsprüfungsausschuss.

Seit 1986 ist er mit seinem Zimmereibetrieb selbstständig. „Mein Sohn Lorenz macht gerade die Meisterschule und wird in absehbarer Zeit den Betrieb weiterführen. Da bin ich offen für Neues“, sagte Deischl am Mittwoch bei der FWE-Aufstellungsversammlung im Gasthof Winner.

Schwerpunkte von Ehrenamt bis Wasserversorgung

In das Amt, so Deischl, könne er Lebens- und Führungserfahrung ebenso einbringen wie Fachwissen. „Das Thema Bau ist nach dem Personal der zweitgrößte Ausgabenposten.“ Da könne man sparen, wenn man einen Fachmann im Haus hat. Auf seiner Schwerpunktliste steht das Ehrenamt ganz oben, gefolgt von der Entwicklung der Gemeinde, der Sicherung der Wasserversorgung, einer praktikablen Lösung für den Hochwasserschutz, sozialem Wohnungsbau, der Versorgung alter Menschen und dem Radweg nach Harthofen.

Von 1948 bis 1996 hat die FWE den Pastettener Bürgermeister gestellt

FWE-Gemeinderat Hans Kerschbaum gab einen Überblick über die Wählervereinigung und betonte, dass jeder wählbare Bürger der Gemeinde sich aufstellen lassen könne. Die FWE hat von 1948 bis 1996 der Bürgermeister in Pastetten gestellt, diese starke Präsenz wolle man nun wieder zeigen. Fraktionskollege Andreas Winner sagte, dass der Gemeinderat zwar die unterste politische Ebene sei, aber auch diejenige, auf der man direkt etwas erreichen könne. „Wer dabei ist und sieht, dass er selbst etwas bewegen kann, bekommt die Leidenschaft für diese Aufgabe“, begründete Winner sein eigenes Engagement. Ein für ihn vordergründiges Anliegen ist die Priorisierung einzelner Themen. „Der jetzige Gemeinderat hat ein Übergewicht an Leuten, die die Feuerwehr zu sehr thematisieren“, sagte Winner, und: „Wir sind da, um es besser zu machen“.

28 Kandidaten auf der Liste

Für die Gemeinderatsliste wurden 28 Kandidaten und Ersatzkandidaten benannt. Dass dies eine bunte Mischung verschiedener Altersstufen und Berufe ist, zeigte die Vorstellungsrunde. Dabei waren viele gebürtige Pastettener, aber auch Menschen, die hier eine Heimat gefunden haben und sich nun einbringen möchten. So wie Janina Nizel, die erst Mitte 2018 aus Marburg nach Zeilern gezogen ist. Oder Stefanie Wurmannstetter, mit 20 Jahren die Jüngste auf der Liste. Ältester Kandidat ist Kerschbaum (69). Der frühere BMW-Ingenieur kam vor 30 Jahren nach Pastetten und sitzt seit zwei Perioden im Rat.

Peter Deischl, Andreas Winner und Horst Ippisch führen die Liste an

Derzeit belegt die FWE vier Stühle im Ratssaal. Dass die von Leuten besetzt sind, denen das Vertrauen geschenkt wird, zeigt sich an der Platzierung: An der Spitze steht Bürgermeisterkandidat Deischl, der freilich gerne im Rat mitmischen würde, wenn es als Rathauschef nicht klappt. An zweiter Stelle kommt Winner, der seit zwölf Jahren im Gremium sitzt, gefolgt von – und das ist tatsächlich eine kleine Überraschung – Horst Ippisch. Der 56-jährige ist Wirtschaftsmediator, leitender Angestellter bei Siemens und hatte in der Vergangenheit unter anderem durch eine Initiative für ein Bürgerbegehren auf sich aufmerksam gemacht. Aufgrund dieses Begehrens musste der Rat damals einen Beschluss zum Bau zweier Feuerwehrhäuser zurücknehmen. „Ich möchte die Bürger in Entscheidungen mit einbeziehen“, sagte er zu seinen Vorhaben als möglicher Gemeinderat. Es folgen die amtierenden Räte Kerschbaum (4) und Elektromeister Gerhard Nußrainer (5). SPD-Gemeinderätin Roswitha Bayer-Siegling ist auf Platz 8 – ihre Partei stellt keine eigene Liste in Pastetten auf.

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