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Über den Fortschritt des Glasfaserausbaus in Pastetten informierte Projektleiter Stefan Pfleger die zahlreich erschienenen Interessenten.

Pastetten: Kabel könnten noch dieses Jahr liegen

Für den Glasfaserausbau sind drei Bautrupps unterwegs - Arbeit wird überwacht

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Der Glasfaserausbau geht in Pastetten, Reithofen und Harthofen langsam in eine heiße Phase. Das Unternehmen Deutsche Glasfaser hatte am Montag zu einem Bau-Infoabend ins Gasthaus Winner gebeten. Der Einladung waren viele gefolgt, der Saal war rappelvoll.

Pastetten– Insgesamt sollen in den drei Ortsteilen laut Bau-Projektleiter Stefan Pfleger insgesamt 899 Haushalte erreicht werden, die allerdings nicht alle Kunden sind. „Bei den Nicht-Kunden werden wir das Kabel außen im Gehsteig oder an der Grundstückgrenze ablegen“, so Pfleger. Einen kostenlosen Hausanschluss könne man jedoch in der Bauphase nach wie vor bekommen. Das Unternehmen winkt mit einer Geldprämie, wenn man Neukunden wirbt.

Die Tiefbauphase, die Mitte Juli an drei Standorten mit drei Teams begann, soll laut Pfleger „vorsichtig gerechnet“ bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. In Pastetten arbeite man mit der griechischen Firma Artemis ITS zusammen, die bereits in Glonn und Aßling tätig war.

Deusche Glasfaser: Erste Aktivierungen voraussichtlich Anfang 2020

Voraussichtlich im ersten Quartal 2020 könnten die ersten Aktivierungen erfolgen. Derzeit laufen schon erste Hausbegehungen. „Unsere Mitarbeiter können sich ausweisen, die Ausweise haben eine Nummer, die man bei uns abfragen kann“, so Pfleger. Die etwa halbstündige Aktion sei wichtig, denn hierbei wird festgelegt, an welcher Stelle das Kabel ins Haus kommt und wo sich der Hausübergabepunkt (HÜP) befinden soll. „Diese Punkte werden schriftlich fixiert und auch die Stellen fotografiert, wo montiert werden soll.“

Außerdem wird entschieden, wie das Kabel vom Fußweg durch den Garten zur Hauswand gehen darf. „Sollte es keine Leerrohre geben, werden wir versuchen, mit der Erdrakete zu arbeiten“, so Pfleger. Die Rakete sei aber nicht immer einsetzbar, Steine im Erdreich oder ähnliches könnten den Weg ablenken. Dann sei eine offene Bauweise sinnvoller. Aber auch dafür gebe es schonende Möglichkeiten, etwa eine Art Fräse, die einen 15 Zentimeter breiten und 65 Zentimeter tiefen Streifen in den Boden sägt.

Arbeit der Bautrupps wird überwacht

Nach Informationen zu Routern, Rufnummernportierung und Verträgen gab Yvonne Kramer, Projektleiterin für Bauvermarktung, bekannt, dass es ab September in Forstern ein Baubüro geben wird. Auf Nachfrage der Heimatzeitung erklärte Kramer, dass die Arbeit der Bautrupps überwacht werde, um Probleme wie in anderen Orten zu vermeiden. Vor Ort in Pastetten übernimmt das Bauleiter Dan Dragu für die Deutsche Glasfaser.

Im Interesse der Gemeinde sind Mitarbeiter des Bauhofs und Bürgermeisterin Cornelia Vogelfänger persönlich unterwegs. „Nach den Berichten aus Zorneding und Anzing hatten wir ein mulmiges Gefühl. Aber bei uns arbeitet ein anderer Generalunternehmer, über den wir uns auch bei anderen Gemeinden erkundigt haben. Wir sind mit der Arbeit bisher zufrieden“, sagte Vogelfänger gegenüber unserer Zeitung. 

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