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Zeigt her eure Brote: Hier präsentieren acht Ferienkinder stolz ihr selbst gebackenes Brot. Hergestellt haben sie es mit Hilfe von Hobby-Bäcker Thomas Unterrainer (r.).

Beim Ferienprogramm der Gemeinde Pastetten

Kneten, würzen, backen: Kinder stellen ihr eigenes Brot her

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Kneten, würzen, backen: Im Pastettener Ferienprogramm stellen Kinder unter Anleitung von Hobby-Bäcker Thomas Unterrainer ihr eigenes Brot her.

Pastetten – „Ihr müsst noch ein bisschen warten, bis sie ein wenig abgekühlt sind“, sagt Thomas Unterrainer und holt Brot für Brot aus seinem Steinbackofen. Neun Kinderaugenpaare verfolgen gespannt, wie er die Ein-Kilo-Laibe leicht dampfend und herrlich duftend neben dem Ofen ablegt.

„Wenn es hohl klingt, ist es fertig“

Unterrainer nimmt eines der Brote und klopft leicht dagegen. „Wenn es hohl klingt, ist es fertig“, erklärt der Hobby-Bäcker. Dann stellt er die Brote leicht an, damit sie noch ein wenig Feuchtigkeit verlieren. Jedes Ferienkind bekommt sein eigenes Brot mit nach Hause. „Schneidet es am besten erst morgen an, sonst verklebt es“ gibt Unterrainer noch mit auf den Weg.

Elf Kilo Brotteig wurden hergestellt

Für den Nachwuchs geht damit ein spannender Tag zu Ende, an dem es viel zu erleben gab. Elf Kilo Brotteig wurden hergestellt, dabei konnten die jungen Bäcker-Gehilfen fleißig mitmachen – die Zutaten abwiegen, das Mehl sieben und den Grundteig des eigenen Brots verfeinern. Entstanden sind Mischbrote aus 70 Prozent Roggenmehl, 20 Prozent Weizenmehl und zehn Prozent Biertreber. Dass das frische Backwerk im privaten Garten der Unterrainers entstanden ist, sieht man ihm übrigens nicht an. Die runden oder ovalen Laibe könnten glatt vom Profibäcker stammen.

Ein Brotbackkurs zum 30. Geburtstag

„Als in Pastetten der letzte Bäcker geschlossen hat, habe ich selbst backen wollen“, erklärt Thomas Unterrainer. Eigentlich ist er gelernter Feinmechaniker und arbeitet als Schlosser, aber für Lebensmittel habe er sich schon immer interessiert. Seine Frau hat ihm zum 30. Geburtstag einen Brotbackkurs geschenkt, den er in Riedering am Simssee absolviert hat. Daraufhin hat er sich nicht nur den Steinbackofen angeschafft, sondern auch eine Knetmaschine.

Mittlerweile sind seine Brote vor allem im Freundeskreis bestens bekannt, und er gibt sein Wissen auch im Ferienprogramm an die Kinder weiter. Interessant ist dabei auch, dass der Freizeit-Bäcker sein Mehl von einem kleinen, regionalen Unternehmen bezieht: der Schauer-Hofmühle in Unterschwillach. „Die Kinder haben also wirklich ein sehr einheimisches Brot bekommen“, freut sich der 33-Jährige. 

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