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Stellte sich und seine Ziele vor: Matthias Zim merer (stehend), der der nächste CSU-Bürgermeister von Pastetten werden will. 

CSU-Mann möchte kandidieren

Matthias Zimmerer will Bürgermeister von Pastetten werden

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Matthias Zimmerer (50) will für die CSU Pastetten als Bürgermeisterkandidat in den Wahlkampf gehen. Wird er nominiert, haben die Pastettener zwei Bewerber zur Auswahl.

Pastetten – Matthias Zimmerer will für die CSU Pastetten als Bürgermeisterkandidat in den Wahlkampf gehen. Das gab am Donnerstag Ferdinand Geisberger, Vorsitzender des Ortsverbands Buch-Pastetten, am Ende eines Workshops zur Kommunalwahl 2020 bekannt.

Vor Beginn der öffentlichen Veranstaltung im Neuwirt hatte es bereits eine interne Sitzung gegeben, in der dieser Entschluss fiel. „Es war eine basisdemokratische Entscheidung der Mitglieder“, sagte Zimmerer im Gespräch mit unserer Zeitung. Im Dezember soll er neben der Gemeinderatsliste offiziell als Kandidat gewählt werden.

Seit 2014 ist Zimmerer Vize-Bürgermeister

Der 50-jährige hat Erfahrung auf dem politischen Parkett: Seit 2014 ist er Vize-Bürgermeister, war zuvor schon im Gemeinderat. Damals war der selbstständige Handwerksmeister und Elektrotechniker parteiintern gegen Cornelia Vogelfänger angetreten, musste sich aber geschlagen geben. Jetzt hat er in der Gemeinde derzeit nur einen Kontrahenten: Peter Deischl, der für die Freie Wählergemeinschaft Einigkeit (FWE) in den Ring steigt. Wie Deischl ist Zimmerer aus dem Ort: Geboren in Harthofen, lebt er mit seiner Familie in Moosstetten.

Trotz fortgeschrittener Stunde nutzte Zimmerer den Workshop, um seine Ziele und Themen als Bürgermeister zu benennen. Er sehe große Chancen für die Gemeinde. Ein verantwortungsvoller Umgang mit den Finanzen und ein nachhaltiger Umgang mit den natürlichen Ressourcen seien ihm ebenfalls wichtig. Und er wolle verlässliche Entscheidungen in angemessener Zeit treffen.

Die Kinder liegen dem Familienvater am Herzen

Auch die Kinder der Gemeinde liegen dem vierfachen Familienvater am Herzen. Sie sollen auch in Zukunft eine Möglichkeit haben, „in der Gemeinde zu leben und zu wohnen“. Dazu gehöre erschwinglicher Baugrund. Die Vereine und die Gastronomie des Orts sollen unterstützt und gefördert werden. „Ich habe die Vision von einer weiterhin wachsenden Gemeinde mit profitablen, kleinstrukturierten landwirtschaftlichen Betrieben.“ Wenig und leiser Straßenverkehr, viele Radfahrer und gegebenenfalls eine Bademöglichkeit gehörten auch zu dieser Visionen. Er wolle zudem innovativ sein, „manche Prozesse muss man einfach mal hinterfragen, neu bewerten, und gegebenenfalls verändern“.

Zukunftspläne, vom Dorfbus bis zu mehr Bauland

Zimmerers Präsentation vorausgegangen war ein Workshop, in dem die CSU-Gemeinderäte Alois Zollner, Fritz Deutinger sowie Zimmerer und Vogelfänger die Eckpunkte der Gemeindearbeit aus den vergangenen Jahren Revue passieren ließen. Dazu gehörten der interkommunale Hochwasserschutz, die Ansiedlung von Gewerbe, die Sanierung der Ortsdurchfahrt Pastetten, der Glasfaserausbau, die Planung zweier Feuerwehrhäuser und die Sanierung sowie der Umbau der alten Turnhalle.

In der Legislaturperiode sei die Verschuldung von 3,86 Millionen auf nur noch 2096 Euro Ende des Jahres 2019 geschrumpft – pro Kopf unter einem Euro. Zu den Zukunftsplänen, die die Anwesenden einbringen konnten, gehören ein Ruf- oder Dorfbus, der von Ehrenamtlichen betrieben werden könnte, die Sanierung der Ortsdurchfahrt Reithofen, Flächen, auf denen Jugendliche sich austoben können, und mehr Bauland im Einheimischenmodell.

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