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Sicher unterwegs sind Radfahrer auf dem Wirtschaftsweg zwischen Haidberg und Reithofen. Er wurde Ende 2019 auf Bucher Gemeindegebiet geglättet. 

Weg zwischen Haidberg und Reithofen soll planiert werden

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Der Pastettens Bauhof soll es jetzt noch einmal versuchen und den Wirtschaftsweg zwischen Reithofen und Haidberg mit feinem Kies planieren. Das Ziel: ein sicherer Weg für Radfahrer.

Reithofen/Haidberg – Buch hat gezeigt, wie es geht. Die Gemeinde hat ihren Teil des Wirtschaftswegs zwischen Reithofen und Haidberg mit einem Belag versehen, der auch Radler sicher und sturzfrei ankommen lässt. So weit ist die Nachbarkommune Pastetten noch nicht. Jetzt scheint das Ende eines schwelenden Streits zwischen Radfahrern und Gemeinde aber in Sicht.

Der Pastettener Bauhof hatte den Teil des Wegs zwar frisch gekiest, nachdem die Bauleute der Monaco-Leitung weg waren, aber das Material wollte sich einfach nicht ordentlich verdichten. Auch als der dafür erforderliche Regen kam, änderte sich die Beschaffenheit der Oberfläche nicht so, dass dünne Radreifen sicher greifen konnten.

Zwei Anträge, unabhängig voneinander

Der Reithofener Bike-Fan Johann Grill mobilisierte deshalb nicht nur Dutzende Radler, sondern auch den ADFC und Gemeinderäte, um die Dringlichkeit einer erneuten Sanierung zu unterstreichen. Die Gemeinde besserte zwar nach, aber befriedigend fanden die Zweirad-Enthusiasten das Ergebnis nicht. Um die Jahreswende stellten daher WRH-Gemeinderätin Susanne Gerster und Grill unabhängig voneinander Anträge auf Ertüchtigung des Weges. Gerster forderte zudem die gleiche Qualität wie auf Bucher Seite.

Im Pastettener Gemeinderat stand das Thema jetzt wieder auf der Tagesordnung. Bauamtsleiter Rüdiger Koppe teilte mit, dass Schätzungen zufolge unterm Strich etwa 36 000 Euro stehen würden, wenn man die gleiche Qualität auch für den Rest des Weges von einer Fremdfirma erledigen ließe. Dass die Sache gar so teuer würde, liege daran, dass der Bucher Teil nur etwa 300 Meter, das Pastettener Stück aber etwa einen Kilometer lang sei.

Der Pastettener Bauhof wird den Weg doch selbst herrichten

Auf der Suche nach Alternativen hat die Verwaltung nun eine Variante gefunden, die nur 10 000 Euro kostet: Der Pastettener Bauhof wird den Weg doch selbst herrichten. Der Kies dafür stammt aus dem gemeindeeigenen Abbau und wird normalerweise auch für Bankette verwendet. Für den Weg nach Haidberg wird das Material nochmals gebrochen und feiner gesiebt.

Dabei soll auch das Stück der Strecke, unter der die Monaco-Erdgasleitung kreuzt, mit saniert werden. Wegen der Gewährleistung durch den Betreiber der Gasleitung „passiert das in genauer Absprache mit der bayernets GmbH“, sagte Bürgermeisterin Cornelia Vogelfänger.

Die Arbeiten soll schnellstmöglich beginnen

Franz Stanner (WRH) regte vorsichtig an, die Arbeiten nach außen zu vergeben, da es doch eine „unrühmliche Vorgeschichte“ gebe und er diesmal gern „Komplikationen vermeiden“ möchte. Wichtig sei aber für ihn, dass das Ergebnis zufriedenstellend ist. Vogelfänger verwies darauf, dass der Bauhof mittlerweile personell besser besetzt sei und es durchaus eingekaufte Fremdleistungen gebe, beispielsweise werden die Maschinen zusammen mit den Bedienern in Wörth ausgeliehen.

Fritz Deutinger (CSU) war ausdrücklich dafür, „die Variante mit dem Bauhof zu wählen“. Alois Huber (WRH) meinte, es sei „nie eine Diskussion gewesen, dass das eine fremde Firma macht. Die Qualität muss stimmen. Wenn unsere Bauhofmitarbeiter das genauso können, dann machen wir es so“.

Die Gemeinderäte nahmen den Vorschlag einstimmig an. Die Arbeiten sollen sobald wie möglich beginnen.

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