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Hackschnitzel sind mittlerweile ein beliebtes Heizmaterial.

Stromerzeugung zur Wärmegewinnung

Pastettener Hackschnitzelheizung: Gaskessel löst im Gemeinderat Debatte aus

  • Henry Dinger
    vonHenry Dinger
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Der Pastettener Gemeinderat denkt über Stromerzeugung zur Wärmegewinnung nach. Die Idee von Alois Huber sollen Experten prüfen.

Pastetten Die Gemeinde Pastetten hatte geplant, die bestehende Hackschnitzelheizung durch einen Spitzenlastkessel zu unterstützen. Der Gemeinderat sollte die Auftragserteilung für die Projektierung beschließen.

„Die Anlage hat jetzt zwei Kessel im Keller vom Bauhof, die im Schnitt über 30 000 Betriebsstunden haben. Wir hängen dann die alte Turnhalle mit dran, wir hatten auch schon Reparaturen, und bei Wartungsarbeiten müssen die Kessel einzeln abschaltet werden. Um sicherzustellen, dass vor allem im Winter immer Wärme erzeugt wird, würden wir gern einen Gaskessel mit anschließen“, erklärte Bürgermeister Peter Deischl (FWE). Gedacht sei der 42 000 Euro teure Zuheizer mit 150-Kilowatt-Leistung ausschließlich für Spitzenzeiten oder für den Ausfall eines Schnitzelofens, nicht für den Dauerbetrieb.

Alois Huber (WRH) hatte sich mit der Idee bereits befasst: „Wir haben hier eine supertolle Geschichte, um die uns manche Gemeinde beneiden würde, nämlich dass die Heizung aller kommunalen Gebäuden an einem Punkt zusammengelegt ist.“ Huber sprach sich gegen einen Spitzenlastkessel aus und schlug vor, eine Stromerzeugung zu installieren, die nicht nur den Eigenbedarf deckt, sondern auch für die Wärmeerzeugung genutzt werden kann. Nach seiner Schätzung würden dadurch unterm Strich sogar noch 10 000 Euro in den Gemeindesäckel fließen.

Alice Lorenz (Grüne) zeigte sich von der Idee begeistert. „Kann man da vielleicht bis zur nächsten Sitzung eine Gegenüberstellung machen? Zu fossilen Brennstoffen wäre das eine gute Alternative.“ Andreas Winner (FWE) schlug vor, das Planungsbüro Stadler mit ins Boot zu holen, das auch die Hackschnitzelheizung projektiert hat. Für Deischl war interessant, bis wann eine solche Anlage einsatzfähig sein kann. Huber schätzte, dass das durchaus einige Monate dauern könnte.

Nach einer weiteren Diskussion schlug Deischl vor, den Tagesordnungspunkt zurückzuziehen und das Büro Stadler hinzu zu holen. Auf Antrag von Alois Zollner (CSU) wurde der Punkt per Beschluss einstimmig zurückgezogen. 

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