Gemeinderat Pastetten

Photovoltaik auf Rathaus und Feuerwehrhaus

Pastetten – „Den Fachmann selber holen“, das war der Lösungsansatz von Bürgermeisterin Cornelia Vogelfänger (CSU), um bei der Eigenstromnutzung mit Photovoltaik-Anlagen auf gemeindlichen Gebäuden im Rahmen des interkommunalen Energienutzungsverbandes zu einer Entscheidung zu kommen.

Das Thema war wegen Klärungsbedarfs seitens der Räte in der vorigen Sitzung vertagt worden. Am Dienstagabend wurde es erneut diskutiert, wobei die Debatte diesmal in eine Entscheidung mündete. Mehrheitlich wurde beschlossen, je eine kleinere PV-Anlage auf das Rathaus und auf das Feuerwehrhaus zu bauen. Auf dem Bauhof soll keine Anlage installiert werden. Dieser Beschluss fiel einstimmig.

Vor der Abstimmung hatte Anton Riedmayr vom Institut für Energietechnik alle drei Möglichkeiten vorgestellt. Die Bauhofnutzung war im Kostenvergleich die unrentabelste Lösung: Bei Kosten von fast 13 000 Euro und einer Amortisationszeit von zwölf Jahren würde man in 20 Jahren einen Überschuss von 9900 Euro erwirtschaften.

Beim Feuerwehrhaus handelte es sich um dieselbe Anlagensumme, jedoch mit anderem Ergebnis. Die Abschreibungszeit würde hier nur neun Jahre betragen und bei derselben Laufzeit einen Überschuss von 15 100 Euro einbringen. Beim Rathaus würde die Anlage ebenfalls knapp 13 000 Euro kosten, die Amortisationszeit läge wie beim Feuerwehrhaus bei neun Jahren. Der Überschuss nach 20 Jahren wurde mit 14 700 Euro beziffert.

Alois Zollner (CSU) hielt neun Jahre „für einen überschaubaren Zeitraum“. Franz Stanner (WRH) verwies auf die anstehende Nutzungsänderung des Feuerwehrhauses und war deshalb gegen diesen Standort. Ratskollege Andreas Winner (FWE) stellte die Frage, ob denn das Gebäude noch überhaupt 20 Jahre stehen bleiben würde. Elektrofachmann und Gemeinderat Gerhard Nußrainer (FWE) sagte, dass man eine PV-Anlage problemlos abbauen und versetzen könne. Das sei „ein Klacks“. Aufgrund dieser Aussage hielt Winner neben dem Rathausstandort eine weitere Anlage auf dem Feuerwehrhaus für praktikabel.

Susanne Gerster (WRH) war für eine einzige kleinere Anlage auf dem Rathaus. Vizebürgermeister Matthias Zimmerer (CSU) bevorzugte den Feuerwehrhausstandort und wollte hinsichtlich der Anlagenzahl „nicht alles auf einmal machen“. Letztlich kam es bei all den unterschiedlichen Auffassungen dennoch zu einem Umsetzungsergebnis.  

vev

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