Hilfe Hand in Hand: Auf dem Foto oben wird von den Atemschutzgeräteträgern gerade eine aus dem Haus geborgene verletzte Person für den Weitertransport auf eine Trage gelegt.
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Hilfe Hand in Hand: Auf dem Foto oben wird von den Atemschutzgeräteträgern gerade eine aus dem Haus geborgene verletzte Person für den Weitertransport auf eine Trage gelegt.
Großübung von Feuerwehren und BRK-Bereitschaften in Poigenberg - Bilder
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Feuerwehren und BRK-Bereitschaften üben an Abrisshaus in Poigenberg

Zum Glück nur eine Übung: Kindergeburtstag endet in Inferno

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Eine Großübung von Feuerwehren und BRK-Bereitschaften fand in Poigenberg statt. Dort konnten die Einsatzkräfte an einem Abrisshaus den Ernstfall proben. 

Poigenberg– So schnell kann ein Kindergeburtstag schrecklich enden: Der kleiner Bub will nur noch die Kerzen auf dem Kuchen wieder anzünden, und schon brennt die Gardine lichterloh. Ausgerechnet jetzt ist die Mutter nicht da. Sie ist bei den Nachbarn, Milch holen für den Kakao.

Schnell greifen die Flammen auf die Einrichtung über. Einige Kinder rennen ins Freie. Aus dem offenen Fenster kommen Hilferufe: „Es brennt! Es brennt!“ Ein Nachbar alarmiert die 112. Schon nach wenigen Minuten stoppen die ersten Einsatzwagen vor dem Wohnhaus in Poigenberg in der Gemeinde Pastetten. Rasch hintereinander folgen weitere Feuerwehrfahrzeuge, auch Sanitäter rücken an.

Weitaus weniger betroffen, als es dieser Situation geschuldet wäre, stehen Traude und Gust Gantner neben dem Gebäude. „Das ist unser Haus“, erklärt Traude Gantner sachlich. Dass dicker, grauer Qualm aus den Fenstern und dem Treppenhaus quillt, hat ihr Sohn Andreas verursacht. Doch nicht, wie eingangs inszeniert, als Geburtstagskind, sondern als Vizekommandant der Feuerwehr Pastetten. Auch die Kinder, die von den Kameraden ins Freie gerettet und von Sanitätern im Nachbarhof registriert sowie betreut werden, haben nur Verletzungen aus Schminke davongetragen.

„Das Haus soll weggerissen und neu gebaut werden“, sagt Traude Gantner. Da kam die Idee, es für eine große Feuerwehrübung zu nutzen. Sie selbst, erzählt die Besitzerin, habe als Kind erlebt, wie das Nachbarhaus gebrannt hat. Das sei eine schreckliche Erinnerung, die sie nie vergessen könne. Ihr Vater hatte damals den Nachbarn beistehen wollen und musste verletzt ins Krankenhaus. „Die Feuerwehr muss ja irgendwo üben“, sagt sie. „Stell dir mal vor, es brennt und es kann keiner helfen.“

Einsatzleiter vor Ort war der Pastettener Kommandant Peter Lex. Er koordinierte die Wehren, die aus Pastetten, Reithofen-Harthofen, Forstern, Ottenhofen und Hörlkofen anrückten. „Besonders hat uns gefreut, dass auch die BRK-Sanitätsbereitschaften aus Erding und Isen bei der Übung dabei waren“, sagte Lex hinterher. „Vor dem Ernstfall habe ich keine Angst, wir sind gut aufgestellt“, fasste der Einsatzleiter nach dem Training zusammen.

68 Feuerwehr-Kameraden und sechs BRK-Sanitäter kamen geeilt, um die Verletzten zu bergen und den Brand zu löschen. „Alle haben schnell und wahnsinnig gut ihre Aufgaben erfüllt“, resümierte Lex. Die Feuerwehren hätten – das sei durchaus nicht immer so – nach einem kurzen Durcheinander am Übungsbeginn sehr gut Hand in Hand gearbeitet. Geprobt haben vor allem die Atemschutzgeräteträger im (mit ungiftigem Übungsqualm) verrauchten Haus, aber auch die Höhenretter, die mittels Leiter auf dem Dach die Absturzsicherung vertiefen konnten.

Für Lex war zudem die Löschwasserversorgung in Poigenberg ein wichtiger Punkt. „Wir haben extra den Druck erhöhen lassen, aber das hat nicht viel gebracht.“ Daher wurde das wertvolle Nass aus der nahen Schwillach geholt. Da das Wasser ja nicht zum Löschen gebracht wurde, hatten die Kameraden die Holzfassade wegen des imaginären Brands im Innern schön befeuchtet und gekühlt – und dabei den Staub von Jahrzehnten runtergespült „Das ist wohl das erste Haus, das vor dem Abriss nochmal gewaschen wird“, kommentierte Besitzer Gust Gantner mit trockenem Humor die Reinigung.

Mehr Fotos von der Großübung finden Sie online auf www.erdinger-anzeiger.de.

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