Das neue Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Reithofen-Harthofen fährt in den Hof, zahlreiche Feuerwehrleute filmen die Ankunft mit dem Handy
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Einen imposanten ersten Auftritt hat das neue Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Reithofen-Harthofen hingelegt. Da zückten viele ihre Handys, um diesen Moment festzuhalten. Aktive, Mitglieder und weitere Gäste konnten sich von der Ausstattung des neuen HLF 20 selbst überzeugen.

Neues HLF 20 der Feuerwehr Reithofen-Harthofen

Premiere mit Blaulicht und Martinshorn

Das neue HLF 20 der Feuerwehr Reithofen-Harthofen ist da.

Harthofen – Es ist 19.20 Uhr, der Tag endet in Harthofen mit idyllischem Abendrot. Plötzlich durchbricht ein lauter Signalton die Ruhe. Das Martinshorn erklingt, ein Team der Feuerwehr Reithofen-Harthofen erscheint im Einsatzfahrzeug mit Blaulicht. Sie sind nicht auf dem Weg zu einem Einsatz, sondern steuern die Fahrzeughalle in Harthofen an. Dort wird das Fahrzeug bereits freudig erwartet – es gibt etwas zu feiern: Nach über zwei Jahren Planung ist das neue HLF 20 der Wehr fertig und einsatzbereit.

Corona hat nicht nur die Inbetriebnahme des neuen Fahrzeugs um etwa vier Monate verzögert. Ursprünglich hätte es auch mit einem Sonntagsgottesdienst und unter Beteiligung der Bevölkerung gewürdigt werden sollen. Aufgrund der aktuellen Einschränkungen wird diese Veranstaltung allerdings auf unbestimmte Zeit verschoben.

Gottes Segen noch vor dem ersten Einsatz

Trotzdem sollte das HLF 20 die kirchliche Segnung erhalten. Über diese Entscheidung freute sich Pfarrer Christoph Stürzer sehr. Es sei richtig und wichtig, vor dem ersten Einsatz für die Fahrzeug-Nutzer noch Gottes Segen zu erbeten. Um einen gebührenden ersten Eindruck vom Einsatzwagen zu erhalten, wurde er von der Vereinsleitung gelungen in Szene gesetzt. Erst am vorigen Freitag waren die Einrichtungsarbeiten abgeschlossen worden.

Auch die eigenen aktiven Mitglieder hatten das HLF 20 bislang nicht zu Gesicht bekommen, denn das Fahrzeug kam ins Gemeindegebiet Pastetten erstmals zur Segnung. Das Fahrgestell ist von Mercedes Benz, das Modell ganz neu von der Firma Lentner aus Hohenlinden. Der Lkw ist ausgestattet mit Vollautomatik, hat 300 PS und wiegt 16 Tonnen.

Modernste Ausstattung - Gesamtkosten: 480 000 Euro

Mit der Planung sei im April 2018 begonnen worden, informierte Kommandant Thomas Huber in seinem Grußwort. Es folgten zahlreiche Besichtigungen und Termine sowie eine Ausschreibung in Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat. Viele ehrenamtliche Stunden habe man zuletzt auch in die Suche und Auswahl des Equipments gesteckt. Das HLF 20 sei ein Fahrzeug mit „guter, modernster Ausstattung – auch wenn es freilich am besten wäre, wenn wir sie nie brauchen“, sagte Huber, der sich unter anderem bei der Kommune und seinen Vereinskollegen für die Unterstützung bedankte. Die Gesamtkosten für das Fahrzeug liegen seinen Aussagen zufolge bei etwa 480 000 Euro.

Außer den eigenen Feuerwehr-Mitgliedern waren bei der durch die Corona-Regeln geprägten Abendveranstaltung nur wenige geladene Gäste dabei. Neben der Kreisbrandinspektion gaben sich VG-Geschäftsstellenleiter Gottfried Prostmeier, frühere und aktuelle Mitglieder des Gemeinderats sowie Bürgermeister Peter Deischl und seine Vorgängerin Cornelia Vogelfänger die Ehre.

Heiliger Christophorus als Schutzpatron fürs neue Fahrzeug

Deischl wertete den ersten Blaulicht- und Martinshorn-Einsatz des HLF 20 als „sehr imposant“. Die Segnung sei für ihn ein besonderer Tag, da viele Feuerwehrautos mit etwa 25 Jahren länger in Betrieb seien als manche Bürgermeister im Amt. „Ich freue mich, dass ich heute die Ehre habe, bei diesem Festakt dabei zu sein.“

Der Rathauschef lobte das Engagement der Wehr Reithofen-Harthofen. Feuerwehr sei eine Pflichtaufgabe der Gemeinde, bei der es um die Sicherheit der Bürger gehe – „und ohne euch geht das nicht. Meinen allerhöchsten Respekt an alle Feuerwehr-Dienstleistenden“, sagte Deischl. Er überreichte Huber den Heiligen Christophorus als Schutzpatron für das neue Fahrzeug, das von Stürzer gesegnet wurde. Auch er versprach eine zweite größere Fahrzeugweihe, sobald es Corona wieder zulässt.

Markus Ostermaier

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