Reithofen bekommt keine zweite Bushaltestelle

Widerspruch abgelehnt

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Der Protest von Eltern hat nichts geholfen. Reithofen bekommt keine zweite Schulbushaltestelle.

Pastetten– Erneut stand der Wunsch nach einer weiteren Schulbushaltestelle an der Staatsstraße/Höhe Am Schmidberg in Reithofen auf der Tagesordnung der Pastettener Gemeinderäte. Bereits im Mai hatten sich 16 Familien aus der Pfarrer-Riedmaier-Straße und der Straße Am Schmidberg an die Gemeinde gewandt. Die zusätzliche Haltestelle sollte den Schulweg der Kinder entlasten, da der Gehweg gefährlich und der Schulranzen schwer sei.

Landratsamt und Polizei hätten damals Grünes Licht gegeben, aber sowohl der Zeitplan des Busunternehmers, als auch ökologische Gründe und die Grundsätze der Gleichbehandlung sprachen dagegen, sodass der Gemeinderat geschlossen dagegen stimmte (wir berichteten).

Eine Mutter hatte nun Widerspruch gegen diese Entscheidung eingelegt. „Der Antrag wurde gestellt, da die Kinder in der Pfarrer-Riedmaier-Straße/Am Schmidberg einen erheblich gefährlicheren Schulweg haben als die Pastettener Kinder“, heißt es in dem Schreiben. Die hätten zwar einen längeren Weg, die Schmidberg-Kinder müssten aber vorbei an einer hochfrequentierten Hauptstraße laufen, ohne Ampel in einer Kurve die Straße queren und ohne Fußweg das Sägewerk passieren. Zudem sei es sinnvoll, die gewünschte Bushaltestelle nicht nur bis 12.15 Uhr, sondern auch für die 13-Uhr-Schulkinder anzufahren.

Bürgermeisterin Cornelia Vogelfänger (CSU) fasste zusammen, dass die Gemeinde kaum einen Handlungsspielraum habe. Zwei Bushaltestellen in Reithofen und eine in Harthofen seien für eine Strecke von nur 600 Metern zu viel. Zudem habe es früher auch Kinder gegeben, die einfach den Radlweg von Harthofen nach Reithofen gelaufen seien. „Eine Ampel in den genannten Bereichen werden wir nicht genehmigt bekommen. Es war vor Jahren schon ein Aufwand, die Fußgängerampel in Reithofen genehmigt zu bekommen“, erinnerte Vogelfänger. „Wo wir einen Bürgersteig bauen könnten, wüsste ich auch nicht“, sagt die Bürgermeisterin, „die ‚Säge’ ist eine Privatstraße, da haben wir kein Eingriffsrecht“.

Eine Anregung kam von Lisa Neumaier (CSU): „Eine Möglichkeit wäre es, dass sich die Eltern zu einer Initiative zusammenschließen und zumindest zu den Schwerpunktzeiten selbst an den gefährlichen Stellen aufpassen.“

Die Gemeinderäte stimmten anschließend einstimmig dafür, den Widerspruch abzulehnen.

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