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Raus mit dem Wasser: Bauamtsleiter Rüdig er Koppe zeigt eine der Absaugvorrichtungen, mit der die Feuchtigkeit aus dem Boden geholt wurde. Das war am 1. Dezember 2017 im Untergeschoss des Pastettener Rathauses. Die Löcher sind mittlerweile verschlossen, nun wird gemalert.

Rund 10 000 Euro Wasserschaden 

Land unter im Pastettener Rathaus

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Wochenlang müffelte es modrig im Pastettener Rathaus, und das Archiv der Verwaltung konnte nur eingeschränkt genutzt werden. Beides ging auf einen Wasserschaden zurück. Derzeit werden die letzten Schäden beseitigt.

Pastetten– Es war der 6. November 2017, ein Montagmorgen, an dem Pastettens Bauamtsleiter Rüdiger Koppe um 7.40 Uhr in seinem Büro feststellte, dass es mächtig kalt ist. Dass das nicht nur der Jahreszeit geschuldet war, stellte er fest, als er fünf Minuten später die Tür zum Heizungsraum öffnete und aus einer Heizungsleitung einen Wasserstrahl zischen sah. Das Nass bedeckte zu diesem Zeitpunkt bereits den halben Boden.

Gemeinsam mit einem Kollegen vom Bauhof konnte Koppe das Wasser stoppen. Ein Installateur reparierte den Schaden an einem Ventil, und alles schien wieder gut zu sein. Damit war das Problem allerdings noch nicht behoben. In der folgenden Nacht fiel im Rathaus der Strom aus. Morgens wurde ein Elektriker geholt, der schnell zu dem Verdacht kam, dass Feuchtigkeit unter dem Fußboden im Archiv im Keller einen Kurzschluss verursacht hatte. Rasch wurde festgestellt, dass der Wasserschaden immens war. „Im Sockelbereich aller Räume im Untergeschoss blätterte die Farbe ab, im Aufzugschacht stand das Wasser 15 Zentimeter hoch“, erinnert sich Koppe heute.

Der Verdacht bestand, dass das Wasser schon am Wochenende durch Leitungsschächte aus dem Heizraum in den Boden vom Kellergeschoss gelaufen war. „Es dort wieder herauszubekommen, war das eigentliche Problem“, erzählt Pastettens Bürgermeisterin Cornelia Vogelfänger. Ein Profi für Wasserschäden stellte große elektrische Trockner auf, die Holzsockelleisten in allen Kellerräumen wurden entfernt. Über Schläuche, die durch eigens gebohrte Löcher in den Boden gesteckt wurden, wurde die Feuchtigkeit abgesaugt. „Das hat vier Wochen gedauert“, sagt Koppe. In dieser Zeit war die Geräuschkulisse der Absauger, wenn auch leise, in den Büros zu hören.

Schlimmer war der modrige Geruch im ganzen Haus, zudem waren die Archivräume nur eingeschränkt nutzbar. Erst vor wenigen Wochen konnten die elektrischen Sauger wieder abgebaut werden. Die Löcher im Boden wurden zwischenzeitlich mit Dämmmaterial und Estrich aufgefüllt, dann kam ein Edelstahldeckel drüber.

In den kommenden Tagen soll es nun mit den Malerarbeiten weitergehen, da die Wände erst einmal komplett trocknen mussten. Danach können die Sockelleisten wieder angebracht und elastisch verfugt werden. Der Moder-Geruch ist mittlerweile verschwunden. Doch was bleibt, ist eine Schadenssumme von geschätzten 10 000 Euro. „Nach unseren bisherigen Informationen wird das aber von der Versicherung übernommen“, so Koppe.

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