Gemeinderat Pastetten

Schulsportplatz steht Feuerwehrhaus im Weg

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Pastetten – Noch steht nicht einmal fest, ob Pastetten ein oder zwei Feuerwehrhäuser bekommt. Jetzt sorgte ein möglicher zentraler Standort für Diskussionen im Gemeinderat.

Schon die Auftragsvergabe für die Feuerwehrbedarfsplanung vor einem Jahr hatte in der Gemeinde Pastetten für Wirbel gesorgt (wir berichteten). Nun rief die Ankündigung einer neuerlichen Standortprüfung Verwunderung bei den Zuschauern der Sitzung am Dienstag hervor. „Beschlussfassung für einen weiteren Prüfungsauftrag für ein zentrales Feuerwehrhaus“ hieß es auf der Tagesordnung. Dabei war gar keine weitere Vergabe nötig, wie Bürgermeisterin Cornelia Vogelfänger (CSU) erklärte. Das habe sich jedoch erst am Tag der Sitzung herausgestellt.

Am 25. April waren dem Gemeinderat die ersten Ergebnisse vorgestellt worden. „Wir haben drei Standorte prüfen lassen: ein zentrales und zwei dezentrale Feuerwehrhäuser“, erklärte Vogelfänger. Das zentrale Haus sei auf einem Teilbereich des Schulsportplatzes geprüft worden, da dort die Erschließung weitgehend vorhanden sei und der Grund der Gemeinde gehöre. Die Laufbahn müsse nicht verändert werden, der Sportplatz wäre für Jugendmannschaften noch bespielbar, sagte Vogelfänger und erklärte: „Die Schulleitung ist zwar nicht begeistert, könnte aber damit leben.“

Einige Gemeinderäte wollen nun prüfen lassen, ob man ein zentrales Feuerwehrhaus nicht weiter in Richtung Harthofen verschieben könnte, um die Sportanlage nicht angreifen zu müssen. „Nur das sollte entschieden werden. Es ging nie um einen Beschluss für ein oder zwei Häuser“, versuchte Vogelfänger die Gemüter zu beruhigen. Wenn die neue Planung steht, werden Gemeinderat, Feuerwehrführungen und Bürger in dieser Reihenfolge informiert, bevor eine Entscheidung fällt.

Während Vogelfänger vorige Woche im Urlaub war, hatte ihr Stellvertreter Matthias Zimmerer (CSU) veranlasst, dass der Kreisbrandrat das Gutachten bekommt. Zimmerer hatte zudem bei den Planern angefragt, ob eine Verschiebung um maximal 500 Meter einen neuen kostenpflichtigen Prüfauftrag nach sich ziehen würde.

Die Antwort bekam Vogelfänger am Tag der Sitzung: Eine Verschiebung um bis zu 500 Meter sei „noch einigermaßen zu vertreten“. Dafür sei keine weitere kostenpflichtige Prüfung und damit auch kein Beschluss nötig. Vogelfänger rechnet damit, dass die Prüfung relativ zügig erfolgt und sie bald die Termine für die Präsentation vor Feuerwehrführungen und Öffentlichkeit fix machen kann.

Andreas Winner (FWE), verlangte, dass die Angaben der Kommandanten zu Mannschaftsstärke, Ausrüstung & Co., die die Grundlage des Gutachtens sind, auch dem Gemeinderat zur Verfügung gestellt werden. „Plausibilität und Aktualität“ sollten überprüft werden.

Vor der Sitzung war in der Bürgersprechstunde Kritik an dem Tagesordnungspunkt angeklungen. Nach der Sitzung bekamen die Bürger vom Gremium erneut das Wort. Markus Stanner etwa bemängelte, dass den Feuerwehrlern das Gutachten bis jetzt „verheimlicht“ worden sei. Max Faltlhauser riet, die Finanzen im Blick zu behalten und auf Gemeindegrund zu bauen. Und Horst Ippisch monierte: „Es wird nach außen wieder der Anschein erweckt, dass nicht transparent diskutiert wird.“ Er hielt es jedoch für „absolut richtig, den Schulsportplatz zu verschonen“. Das sahen auch Georg Maurer (SPD) und Franz Stanner (WRH) so. Hans Kerschbaum (FWE) hingegen fand, dass man den bisherigen Standort nicht generell ablehnen solle.

Bei Gerhard Nußrainer (FWE) und Andreas Wagner (BIG) rief die Diskussion, insbesondere mit den Bürgern, Kopfschütteln hervor. „Steht das Thema jetzt auf der Tagesordnung? Wissen die Bürger zuhause, dass das nun diskutiert wird? Ich bin dafür, das sofort zu beenden. Das hat hier nichts zu suchen“, fand Wagner.

Vroni Macht

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