1. Startseite
  2. Lokales
  3. Erding
  4. Pastetten

Stunk um Pferdeäpfel

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Veronika Macht

Kommentare

Pastetten – Pferdeäpfel auf Feldwegen und Straßen – das stinkt dem Pastettener Gemeinderat Georg Maurer (SPD) gewaltig. Er forderte in der Sitzung, gegen den Mist etwas zu unternehmen.

Slalomlauf statt idyllischer Spaziergänge: Über Pferdeäpfel auf Feldwegen und auch so mancher asphaltierten Straße machte Georg Maurer in der Pastettener Gemeinderatssitzung seinem Ärger Luft.

In letzter Zeit gehe er häufig spazieren, erklärte der SPD-Rat unter dem Punkt „Anfragen und Anträge“. Oftmals nehme er den Feldweg in Richtung Kiesgruben. Gerade dieser werde aber auch häufig von Reitern mit ihren Pferden benutzt. Deren Hinterlassenschaften ärgern Maurer: „Da kumuliert langsam der Pferdemist. Das ist ein richtiges Ärgernis“ – zu dem auch noch der Hundekot komme.

Maurer sprach von einem „Strom von Pferden“ auf dem Weg und fragte: „Kann man da nicht was unternehmen?“ Susanne Gerster (WRH) pflichtete ihm bei: Beim Spazierengehen müsse man sich ständig konzentrieren und auf den Weg schauen.

Bürgermeisterin Cornelia Vogelfänger (CSU) konnte den Ärger verstehen. Sie berichtete zudem von Menschen, die mit ihren Pferden durch Wohnsiedlungen reiten, und nicht einmal dort die Pferdeäpfel einsammelten. „Das ist eine Zumutung und alles andere als angenehm. Schwarze Schafe gibt es immer“, sagte Vogelfänger – auch unter den Hundebesitzern. Denn immer noch gebe es Halter, die deren Hinterlassenschaften einfach liegen ließen, auch wenn in der Gemeinde inzwischen mehrere Hundetoiletten aufgestellt seien.

Lisa Neumaier, CSU-Ratsmitglied und selbst passionierte Reiterin, brach eine Lanze für die Pferdefreunde in der Umgebung. „Dass wir den Mist auf öffentlichen Straßen, Geh- und Radwegen auf die Seite schieben, ist überhaupt keine Frage“, sagte Neumaier. „Aber auf einem Feldweg? Ich würde da nicht absteigen, um den Haufen wegzumachen. Wenn es regnet, löst es sich ohnehin auf“, erklärte sie ihren Standpunkt aus der Reiterperspektive und fügte hinzu: „Und einen Kübel hänge ich hinten bestimmt nicht dran.“

Vogelfänger kündigte an, die Reitställe und Pferdehöfe in der näheren Umgebung anzuschreiben. Sie sollen ihre Reiterinnen und Reiter bitten, den Pferdemist zu entsorgen. Außerdem will sie einen entsprechenden Hinweis ins nächste Mitteilungsblatt setzen.

Auch interessant

Kommentare