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Der Chef freut sich auf seine Kunden: Metzgermeister Martin Winner wird weiterhin in seinem Geschäft Kunden beraten, wenn auch etwas seltener als früher. 

Umstrukturierung im Juli wegen steigender Kosten 

Metzgerei Winner in Pastetten hat seltener auf und produziert nicht mehr selbst

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Die Metzgerei Winner in Pastetten muss umstrukturieren.

Pastetten – „Natürlich bleibt der Laden bestehen, da steckt einfach zu viel Herzblut drin“, sagt Metzgermeister Martin Winner. „Ich werde aber die Öffnungszeiten spürbar reduzieren.“ Das Geschäft im Herzen Pastettens hat ab 2. Juli dienstags und donnerstags von 7 bis 12.30 Uhr geöffnet, freitags von 7 bis 18 Uhr und samstags von 7 bis 12 Uhr. So ist künftig neben Mittwoch auch am Montag geschlossen.

Ein Stück ländliche Tradition fällt dem Strukturwandel zum Opfer. Der Grund sind steigende Kosten und sinkende Einnahmen. Auch die eigene Wurstproduktion gibt der Metzger auf. Die Kunden müssen aber nicht auf Frischwurst verzichten, „die liefert dann die Metzgerei Wiest aus Eitting. Die betreibt mein Schwager“, so Winner.

Im Angebot bleibt frisches Fleisch von Höfen aus der Region. Dazu gehört das beliebte Dry-Aged-Beef. Die moderne Produktionsstätte hinter der Metzgerei – vor 16 Jahren nach EU-Standards errichtet – wird verpachtet. „Ich habe lange einen passenden Pächter gesucht und mit dem Vollcorner Biomarkt eine Münchner Kette gefunden, die hier verschiedene Lebensmittel für ihre Läden produzieren will.“ Winner ist nicht nur Vermieter, sondern wird als Produktionsleiter auch die Herstellung überwachen.

Wichtig sei, dass das Metzgereigeschäft erhalten bleibt. Dessen Geschichte begann 1881 mit dem Gasthof zur Post, den Winners Ur-Ur-Ur-Großvater neben einer Landwirtschaft betrieb. Die Metzgerei kam 1948 durch Andreas Winner hinzu, die Landwirtschaft wurde aufgegeben. In den 70er Jahren baute Sohn Andreas das Geschäft zu einer modernen Metzgerei um. 2007 wurde die Schlachtung in die Nachbarschaft ausgelagert, sein Sohn Martin Winner übernahm den Betrieb in vierter Generation.

„Immer stand der Chef hinter der Theke und hat die Kunden persönlich beraten. Daran wird sich künftig nichts ändern“, sagt Winner. Auch die Gaststätte, die bei Bedarf für Vereins- oder Familienfeiern öffnet, bleibt. „Ich bin mir sicher, auch jetzt die richtige Entscheidung getroffen zu haben“, ist Winner überzeugt. 

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