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Streitpunkt Sportgelände : Das Areal hinter dem Pastettener Bauhof (rechts im Bild) bietet genügend Platz für ein gemeinsames großes Feuerwehrhaus, ist G emeinderat Andreas Winner (FWE) überzeugt. Laut Verwaltung ist das nur möglich, wenn ein Teil der Laufbahn und das Fußballfeld weichen. 

Neubau der zwei Feuerwehrhäuser in Pastetten 

Von Standorten noch keine Rede

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Statt möglicher Standorte für die zwei Feuerwehrhäuser wurde in der Pastettener Gemeinderatssitzung erneut ein großes gemeinsames Haus zum Thema.

Pastetten– Von diesem Punkt hatten sich die Zuhörer in der Pastettener Gemeinderatssitzung am Dienstagabend mehr versprochen: „Standortbestimmung für den Neubau von zwei Feuerwehrhäusern“ stand auf der Tagesordnung.

Über potenzielle Örtlichkeiten konnte Bürgermeisterin Cornelia Vogelfänger (CSU) dann aber noch nichts sagen: Sie verwies auf laufende Grundstücksverhandlungen und kündigte nähere Informationen in einer der nächsten Sitzungen an.

Stattdessen wurde ein großes gemeinsames Haus erneut zum Thema – und das, obwohl der Gemeinderat erst vor drei Wochen mit deutlicher Mehrheit den Beschluss gefasst hatte, zwei Feuerwehrhäuser zu bauen.

Vogelfänger war es, die das Sujet abermals zur Sprache brachte. Es gehe ihr um eine Klarstellung auch im Namen von Bauamtsleiter Rüdiger Koppe, „nachdem wir in der letzten öffentlichen Sitzung in die Position gekommen waren, dass uns nicht mehr geglaubt wurde, was wir auch sagten“.

Sie stehe nicht gern als Lügner da, sagte Vogelfänger und bezog sich auf den Entwurf von Ratsmitglied und Architekt Andreas Winner (FWE). Er hatte in der Februarsitzung eine Studie präsentiert, nach der ein gemeinsames Feuerwehrhaus durchaus auf den Gemeindegrund beim Sportplatz passe. Vogelfänger und Koppe hatten dies vehement bestritten (wir berichteten) – und bekräftigten diese Position nun erneut.

Dafür hatte Koppe auf Basis von Winners Studie eine weitere Skizze angefertigt – anhand aktueller Informationen und Maße, wie er betonte. Denn Winner habe die Stellplätze mit einer Länge von fünf Metern eingezeichnet, gefordert seien aber 5,50 Meter. Hinzu kommen laut Regierung von Oberbayern entsprechende Erweiterungsmöglichkeiten für das Gebäude sowie eine Fahrzeughalle, die 17 Meter tief sein müsse, falls im Bestand der Wehr Anhänger vorhanden sind.

Übertragen auf einen Lageplan zeigte Koppe, dass die zum Schulgelände gehörige Laufbahn durch das gemeinsame Gebäude auf 49 Meter dezimiert werde. Um Wettbewerbe austragen zu können, seien aber 65 Meter nötig. Die verbleibende Fläche sei für einen 60 mal 40 Meter großen Sportplatz nicht mehr nutzbar. Außerdem wäre laut Koppe im Osten des Grundstücks zusätzlicher Grunderwerb nötig. „Reell ist der Sportplatz nicht zu retten, wenn man ein gemeinsames Haus baut“, fasste der Bauamtsleiter zusammen. Auch Vogelfänger betonte wie schon vor drei Wochen, dass ein großes Haus sicherlich auf den Grund passe – „wenn man den Sportplatz dafür opfert“.

Winner erklärte daraufhin, dass auch er noch am Abend der Sondersitzung eine weitere Zeichnung angefertigt habe, inklusive geforderter Anbauverbotszone, verlängerter Fahrzeughalle und ausreichend großer Stellplätze. „Und bei mir funktioniert es. Wenn man sich ernsthaft Gedanken gemacht und ein Architekturbüro beauftragt hätte, dann könnten wir uns das alles ersparen. Das ist höchst peinlich“, konstatierte der FWE-Rat.

Für Vogelfänger hingegen war es „merkwürdig“, dass Winner scheinbar andere Maße habe als die Verwaltung. Diese habe alles mit dem Geoinformationssystem GIS „millimetergenau“ ausgemessen. Sie verwies zudem auf entsprechende Stellungnahmen des mit der Standortanalyse beauftragten Ingenieurbüros und der Regierung.

Franz Stanner (WRH) hatte überhaupt kein Verständnis für die neuerliche Diskussion und bezeichnete sie als überflüssig. Immerhin habe es vor drei Wochen einen eindeutigen Beschluss gegeben – und der sei für das weitere Vorgehen maßgeblich.

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