Pastettener Haushaltsplan

Wieder Streit um Feuerwehr-Etat

Pastetten - Unzufriedenheit bei den Haushaltsmitteln für die Freiwillige Feuerwehr Reithofen-Harthofen gab es im Pastettener Gemeinderat.

Gemeinderat Franz Stanner war mit den im Haushaltsplan 2016 vorgesehen Finanzmitteln für die Feuerwehr Reithofen-Harthofen nicht zufrieden. Ihm stieß sauer auf, dass Schulungen „zusammengestrichen werden“. Er wollte deshalb erneut in die Diskussion einsteigen. Dies gelang ihm nur bedingt.

Bürgermeisterin Cornelia Vogelfänger sah grundsätzlich Weiterbildungen als wichtig an, gab aber mit Blick auf die beiden Feuerwehren in der Gemeinde zu bedenken, dass alles in einem gewissen Rahmen bleiben müsse. Sie plädierte dafür, die erstmalig vorgenommenen Budgetierungen zu erproben, um zu sehen, wie sie sich bewähren: „Lasst es uns dieses Jahr ausprobieren.“

Vogelfänger verwies außerdem auf die umfangreiche Vorbesprechung mit den zwei Feuerwehren als Entscheidungsgrundlage für diesen Haushaltsansatz. Derselben Meinung waren Alois Huber und Gerhard Nußrainer. Huber sagte: „Wir haben lange debattiert.“ Dieses Jahr sei als Prüfungsphase zur Budgetierung zu sehen. Man sollte am Ende des Jahres reflektieren, wie sie funktioniert habe. Auch Nußrainer meinte, dass man die Testphase abwarten solle.

Im Haushalt sind für beide Feuerwehren zusammen Ausgaben von gut 150 000 Euro eingeplant. Das festgelegte Budget beträgt für jede Wehr 20 000 Euro. Ingesamt sind für die Pastettener Wehr 55 000 Euro und für die Reithofener 45 000 Euro veranschlagt sowie für beide gemeinsam weitere knapp 51 000 Euro. Die unterschiedlichen Einzelsummen haben einen Grund: Es handelt sich hier teilweise um Rechnungen, die 2015 betrafen, erst Anfang 2016 eingingen und somit im aktuellen Haushalt zu berücksichtigen sind. So wurden für die Pastettener Wehr zusätzlich 17 000 Euro, für die Reithofener 2000 Euro und ein Zuschlag von 5000 Euro für den Austausch von zehn Schutzanzügen einkalkuliert.

Ingesamt wird der Pastettener Haushaltsplan 2016 im Vermögensetat in den Einnahmen und Ausgaben auf rund 4,2 Millionen und im Verwaltungshaushalt auf rund 4,1 Millionen festgesetzt. Das Zahlenwerk sei geprägt vom Schuldenabbau und Investitionen in die Infrastruktur, so Vogelfänger: „Wir nähern uns im nächsten Jahr hoffentlich den schwarzen Zahlen.“ Gemeinderat Alois Zollner, Mitglied im Finanz- und Haushaltsausschuss gab ein großes Lob an Kämmerin Doreen Graf weiter. Sie habe einen „tollen Job“ gemacht. Dennoch stimmten Franz Stanner und Georg Maurer dem Haushaltsplan nicht zu.

Vroni Vogel

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