Ausstellungsvorbereitung: Franz Streibl (l.) wird von seiner Frau Agnes (3., v. l.) sowie Andrea 2. v. l.) und Maria Oyarbide (4. v. l.) unterstützt. Foto: fkn

Paul Dubotzkis faszinierende Fotos

Dorfen - Späte Ehre für den Dorfener Paul Dubotzki: Der Kulturelle Arbeitskreis widmet dem 1967 verstorbenen Dorfener Fotografen eine Ausstellung. Die Vorbereitungen dazu laufen auf Hochtouren.

Neben seiner Tätigkeit als Fotograf, machte sich Dubotzki auch als Musiker, Maler und Regisseur einen Namen. 1891 in Ingolstadt geboren, kam Dubotzki in jungen Jahren wegen einer dienstlichen Versetzung seines Vaters nach Dorfen. Mit 21 Jahren begleitete er als Fotograf eine Südostasienexpedition nach Sumatra und China, auf welcher die Gruppe in Deutsch-Neuguinea vom Ausbruch des Ersten Weltkrieges überrascht wurde. Paul Dubotzki gelang es, sich nach Australien durchzuschlagen, wurde dort jedoch 1915 verhaftet. Dubotzki fotografierte in den Internierungslagern weiter, betrieb sogar ein kleines Fotostudio im Camp. Besonders aus Trial Bay bei Sydney sind hochinteressante Aufnahmen erhalten geblieben. Die Töchter des Künstlers, Sieglinde Kamper und Isolde Lipp, stellten Franz Streibl, der den Kontakt nach Sydney hält, weitere Fotos zur Verfügung.

Bereits 2011 gab es im Museum Trial Bay beziehungsweise im Museum of Sydney eine Ausstellung über Internierungslager in Australien, die überwiegend auf den Fotos Dubotzkis basierte. Nun soll das Leben und besonders das Werk von Paul Dubotzki auch in Dorfen der Öffentlichkeit vorgestellt werden. In der Ausstellung „Paul Dubotzki - Abenteurer, Fotograf hinter Stacheldraht“ werden nicht nur die Bilder aus Australien gezeigt, sondern auch historische Aufnahmen der Stadt Dorfen und ihrer Umgebung.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Freitag, 7. September, um 20 Uhr im Sparkassensaal Dorfen statt. Außerdem können die Fotos am Samstag/Sonntag, 8./9. und 15./16. September, jeweils von 14 Uhr bis 18 Uhr angesehen werden. (mab)

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