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Pfarrkirche wird erst 2011 wieder geöffnet

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Die Pfarrkirche Maria Dorrfen ist seit zwei Jahren eine Baustelle.

Dorfen - Auch Weihnachten 2010 wird die Christmette nicht in der Pfarrkirche stattfinden können. Die Sanierungsarbeiten ziehen sich weiter hin. Doch die Glocken sollen bald wieder läuten.

Dorfen - Die altehrwürdige Marien-Wallfahrtskirche ist im Juli 2008 wegen schwerer Bauschäden gesperrt worden. Seither wurden auch die sechs Glocken des Gotteshauses nicht mehr geläutet.

Pfarrer Johann Eschbaumer hat gehofft, dass die Christmette heuer wieder in der Pfarrkirche stattfinden könnte, allerdings ist das nach dem derzeitigen Stand der Dinge wenig realistisch. Die Außenrenovierung des Gotteshauses ist zwar abgeschlossen, aber die Renovierungsarbeiten in der Kirche haben noch nicht begonnen. Derzeit läuft dazu erst die Ausschreibung. Pfarrer Eschbaumer hofft, dass für die filigranen Arbeiten der Dorfener Kirchenmaler Michael Hornsteiner den Auftrag bekommt. Er kennt die Pfarrkirche nicht nur in- und auswändig, er hat auch die Schäden an den 1786 von Johann Huber gemalt Deckengemälden begutachtet. Eine Entscheidung darüber fällt aber das Erzbischöfliche Ordinariat.

Wann die Kirche wieder zugänglich sein wird, hängt auch vom kommenden Winter ab. Wird er recht streng, werden sich die Sanierungsarbeiten weiter verzögern. Für realistisch hält Pfarrer Eschbaumer eine Öffnung der Kirche im Frühjahr. Er würde sich schon freuen, wenn der Gottesdienst zum Osterfest wieder in der Pfarrkirche gefeiert werden könnte.

Doch es gibt auch eine positive Nachricht. Zumindest die Kirchenglocken von Maria Dorfen werden bald wieder läuten. Die Verpressungsarbeiten am Kirchturm sind beendet. Jetzt fehlt nur noch ein aktuelles Schwingungsgutachten. Wenn dies, wie zu erwarten ist, keine neuen Probleme aufzeigt, dann kann laut Eschbaumer nach zwei Jahren Pause wieder geläutet werden.

Die Sanierungsarbeiten werden laut dem Dorfener Pfarrer finanziell im gesteckten Rahmen bleiben. Rund eine Millionen Euro werden die Maßnahmen kosten. Ein Drittel davon muss die Pfarrei Maria Dorfen selbst aufbringen. Das dies auch gelingt, davon ist Pfarrer Eschbaumer mittlerweile überzeugt. Schließlich hat die Pfarrei nicht nur einige Rücklagen, auch zahlreiche Benefizveranstaltungen und Spenden haben schon über 100 000 eingebracht. Und die Spendenfreude der Gläubigen ist nach wie vor sehr groß, freut sich der Pfarrer.

Anton Renner

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