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Pfarrverband Reichenkirchen-Maria Thalheim

Der indische Pater fällt aus

Ein Geistlicher mehr hätte es im Groß-Pfarrverband Wartenberg und Reichenkirchen sein sollen. Doch krankheitsbedingt tritt der Pfarrer seine Stelle nach dem jetzigen Stand nicht an.

von Thomas Obermeier

Maria Thalheim – Gegenseitiges Kennenlernen, aber auch Gespräche über die Personalnot bei den Seelsorgern – davon war der Stehempfang nach dem Vespergottesdienst am Kirchweihsonntag in Maria Thalheim geprägt. Der Wartenberger Pfarrer Gregor Bartkowski, der seit Anfang Oktober zusätzlich den Pfarrverband Reichenkirchen leitet, wurde mit seinem Team offiziell willkommen geheißen. Die Gläubigen konnten den immer noch aktiven Ruhestandsgeistlichen Diakon Sebastian Lenz, Gemeindereferentin Irmgard Brenninger und Pastoralreferentin Maria Lutz kennenlernen. Mit im Seelsorgeteam ist Pfarrer Gerhard Salzeder. Ein indischer Pater, der nach Reichenkirchen kommen sollte, falle allerdings krankheitsbedingt ganz aus, berichtete Bartkowski.

Der aus Polen stammende Geistliche leitet nun neun Pfarreien mit insgesamt 9000 Katholiken – 6400 in seinem bisherigen Pfarrverband mit Wartenberg, Berglern und Langenpreising sowie 2400 in Reichenkirchen-Maria Thalheim. Zusammen mit Diakon Christian Pastötter aus dem Reichenkirchener Pfarrverband will Bartkowski versuchen, die Gottesdienste trotz Personalmangels gerecht zu besetzen. „Da müssen wir viel rotieren. Bis Ende November sind die Gottesdienste durch Aushilfen aber gesichert“, versicherte der Pfarrer. „Danach muss aber personell etwas passieren“, sagte der 52-jährige Pfarrverbandschef.

Zur Begrüßung spielten im Pfarrheim die Rappoltskirchner Bläser auf, Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung hatten für Getränke und Snacks gesorgt. „Die vielen Ehrenamtlichen aus unseren fünf Pfarreien werden versuchen, sie bestmöglicht zu unterstützen“, versprach Pfarrverbandsratsvorsitzende Kathrin Wiesmaier. „Wenn wir uns als Teamplayer engagieren, können wir positiv in die Zukunft schauen“, sagte sie.

Bartkowski sprach von einer schwierigen Zeit. „Wir schaffen es. Nicht ich, sondern wir“, meinte er. In dem Team sei er einer von vielen. Denn zwei Pfarrverbände zu leiten, das könne niemand alleine schaffen. Deshalb setzt der Geistliche auf viel Eigenständigkeit in den Pfarreien. „Ich werde mich bemühen und dahinter stehen, dass wir noch einen Priester bekommen“, versprach der Pfarrer. Bartkowskis gedämpfte Prognose lautete aber: „In zehn Jahren werden wir statt sieben nur noch drei bis vier Seelsorger haben.“

Bürgermeister Hans Wiesmaier sprach bei seiner Begrüßung von den Herausforderungen des aktuellen Wandels. „Wir können alles so lassen, wie es einfach kommt, oder wir können positiv zusammenarbeiten“, sagte er – und plädierte für letzteres. „Es kommt auf niemand anderen an als uns, die heute da sind.“ Er forderte die Gäste des Stehempfangs auf, auch die anderen Gläubigen zu motivieren und ihnen zu sagen: „Wir haben eine Riesenchance, dieses kirchliche Leben auf starken Wurzeln in eine neue Zeit zu bringen.“ Wiesmaiers Dank galt auch Pastötter, der bei dem Übergang unermüdlichen Einsatz gezeigt habe.

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