Pflegestern plant Heim in Bockhorn

Bockhorn - Die Firma ist am Gebiet Bockhorn-Südwest interessiert. Der Gemeinderat ebnet dem Investor den Weg.

Eine Einrichtung für Betreutes Wohnen und Pflege war schon bei der Vorplanung für Bockhorn-Südwest angedacht, nun hat sich ein Investor gefunden, der um eine Planänderung bat. Es handelt sich dabei um die Pflegestern gGmbH, die bereits in Bruckmühl, Grafing, Poing und Kirchheim Häuser betreibt sowie weitere in Oberding und Finsing eröffnen wird. Der Gemeinderat gab Grünes Licht für eine Änderung des Bebauungsplans.

Fix sei noch nichts, erklärte Bürgermeister Hans Schreiner. Denn zum einen habe die Gemeinde den Grund noch nicht erworben, zum anderen wünsche der Investor eine andere Ausrichtung des Baukörpers und etwas größere Baugrenzen. Gedacht ist an ein Gebäude von 45 Meter Länge und 33 Meter Tiefe. Es ist zwar zweigeschossig, durch ein Flachdach jedoch relativ niedrig und damit der umgebenden Wohnbebauung angepasst. In zwei Bauabschnitten soll zunächst auf 4200 Quadratmeter Platz für 60, später noch einmal für 50 Betten geschaffen werden.

CSU-Ortschef Bernhard Stein kritisierte, dass der gesamte Bebauungsplan zu groß geraten sei. Er sei nur für den südlichen Bereich, in dem neben dem Seniorenheim auch „stilles Gewerbe“ wie eine Apotheke zugelassen werden sollte. Dies sei ohnehin erlaubt, so Schreiner.

Skepsis gegenüber dem Seniorenheim äußerte Lorenz Angermaier von der Bürgerliste Kirchasch an und verriet dabei auch nebenbei, dass es sich beim Investor um den Pflegestern handelt. „Für den Bedarf der Gemeinde ist das Projekt zu groß“, befürchtet er. Das sei „das Problem des Investors“, erwiderte Hermann Pröll. Zudem werde in zwei Abschnitten gebaut.

Für Anton Lechner von der Grünbacher Liste ist das Haus nicht zu groß. „Mindestens 70 Prozent der Bewohner werden Pflegefälle sein, die keine Belastung der Ortschaft darstellen.“ Problematisch könnte es jedoch mit der Stellplatzsituation werden, die Edeltraut Kaiser ansprach. Nach der ersten Ausbaustufe bleibe zwar ausreichend Platz für die Autos von Personal und Besuchern, spätestens wenn der Anbau begonnen wird, müsse jedoch eine Umplanung erfolgen.

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