Infoveranstaltung zur Brücke der Plattachmühlstraße

Hochwasserschutz verzögert Baubeginn

Langenpreising - Der Neubau der Brücke über die Strogen im Verlauf der Plattachmühlstraße könnte, wenn alle Hausaufgaben gründlich gemacht werden, durchaus erst im Jahr 2017 erfolgen.

Bauamtsleiter Michael Hagl von der Verwaltungsgemeinschaft Wartenberg fasste nach einer ausführlichen Informationsversammlung im Feuerwehrhaus mit dem planenden Ingenieurbüro, dem Wasserwirtschafts- und dem Landratsamt die wichtigsten Ergebnisse für Langenpreising zusammen. Demnach gebe es vor dem Neubau der Brücke über die Strogen im Verlauf der Plattachmühlstraße eine Menge eben dieser Hausaufgaben nicht nur für das Wasserwirtschaftsamt, sondern auch für die Gemeinde zu lösen.

Die Sorgen der Anlieger unterhalb dieser Brücke, dass sie im Hochwasserfall absaufen könnten, wogen so schwer, dass teilweise eine Neuberechnung der Abflussmengen erfolgt. Bürgermeister Peter Deimel ist darüber hinaus mit seinem zentralen Anliegen, sich um die Gewässer im Ort zu kümmern, einen bedeutenden Schritt weiter gekommen. Es gibt die Zusage des Wasserwirtschaftsamts, eine Begehung mit der Gemeinde zusammen zu machen. Dabei wird es nicht nur um ein mögliches Ausbaggern gehen, das Deimel immer vorgeschwebt hat. Hagl berichtete, dass zudem der Bewuchs unter die Lupe genommen werden soll. „Wenn so ein Baum vom Hochwasser entwurzelt wird und kommt dann bei einem Brückenbauwerk an, staut sich das sofort enorm auf.“

Zur Brücke selbst ist der Nachweis geführt worden, dass eine Erhöhung dessen, was die „Brückenkappe“ genannt wird, die Durchflussmenge nicht erhöht. Das gelingt erst, wenn auch die Widerlager teilweise zurück gebaut sind und damit die Brücke breiter wird. Was dann aber passiert, muss nach den Worten Hagls erst einmal berechnet werden. Außerdem soll nach Möglichkeit geprüft werden, was drohen könnte, wenn das sogenannte hundertjährige Hochwasser, das immer als Bemessungsgrundlage gilt, übertroffen werden sollte. 15 Prozent wollen die Fachleute mal dazu rechnen, so Hagl.

Weiter wollen sich die Verantwortlichen den „Postfall“ mitten im Ort anschauen, ob dort Verbesserungen erforderlich sind. Eine weitere Zusage des Wasserwirtschaftsamts ist laut Hagl der Damm im Bereich „Malerwinkel“, der aus nicht mehr zu klärenden Gründen in einem Teilabschnitt nicht aufgestockt wurde. „Das wird noch 2016 angegangen“, so der Bauamtsleiter, der auch die Aufgaben für die Gemeinde selbst auflistete. So werde sich diese die Abflussmöglichkeiten im Bereich „Schachtmühle“ und „Steingrub“ anschauen müssen. Hier habe die Gemeinde zwei Möglichkeiten: Entweder werde die Straße tiefer gelegt, um die Damm-Wirkung aufzuheben, oder es müssten leistungsfähige Durchlässe geschaffen werden.

Was hier genau zu machen sei, das sei noch offen. „Da werden wir ein Ingenieurbüro brauchen“, so der Bauamtsleiter, der dann auf konkrete Nachfrage den ganzen Zeitplan infrage stellte. „Ich möchte mit dem Brückenbau nicht in den Winter kommen“, sagte er. Tatsächlich muss die Plattachmühlstraße für die Bauzeit für den ganzen Verkehr gesperrt werden. „Wenn ich die dann wegen des Winters für vier Monate sperren muss, dann ist das nicht gut. Das ist schließlich eine wichtige Achse für Langenpreising.“

klk

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