Es läuft: Leonhard F. Seidl ist erfolgreicher Autor. Foto: (Kuhn)

„Viecher“ von Leonhard F. Seidl

Im politischen Sumpf des Landkreises

Taufkirchen – „Kriminalliteratur vom Feinsten“, hat das Titel-Kulturmaganzin den Roman „Genagelt“ von Leonhard F. Seidl rezensiert. Mit „Viecher“ legt der gebürtige Isener, der mit seiner Familie in Nürnberg lebt, jetzt sozusagen eine Fortsetzung vor. Beide Kriminalromane spielen auch im Landkreis Erding.

Wie in „Genagelt“ ermittelt Privatdetektiv Freddie Deichsler auch in „Viecher“ im politischem Sumpf. Es geht um geldgierige Geschäftsleute und korrupte Regionalpolitiker, die sich an den bäuerlichen Existenznöten und der erbärmlichen Situation der Tiere eine goldene Nase verdienen. Am Donnerstag, 16. Oktober, stellt Seidl seinen neuen Kriminalroman im Wasserschloss Taufkirchen vor. Danach geht Seidl auf Lesereise.

Zum Inhalt: Die Polizei sagt, Bauer Luidinger sei von einem Zuchtstier auf die Hörner genommen worden – Tod durch unglückliche Umstände. Privatdetektiv Deichsler aber erkennt einen Mord. Hat der tote Bauer etwas mit der umkämpften dritten Startbahn des Münchner Flughafens zu tun? Oder mit dem geplanten Golfplatz in Dorfen? Wie immer gibt Freddie alles, um den Fall zu lösen – und verfolgt sogar eine Herde Kühe durch halb Oberbayern bis nach Tunesien.

Seidls Schaffen ist höchst beeindruckend. Der gelernte Krankenpfleger hat sich mit dem Schreiben einen Lebenstraum erfüllt und kann als Autor heute davon seine Familie ernähren. Mittlerweile erlangt der 39-Jährige auch international ansehen. Seidl wird Writer in Residence an der Franz-Edelmaier-Residenz für Literatur und Menschenrechte in Meran. Das Programm erlaubt Künstlern, für eine gewisse Zeit ohne finanziellen Druck zu arbeiten. Seidl macht sich vehement gegen Rassismus stark. Seit 2012 ist er etwa Juror des Literaturwettbewerbs der Jungen Stimme e.V. zum Thema Alltagsrassismus. Seidl ist mittlerweile auch Träger zahlreicher Literaturpreise.  

Anton Renner

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