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Zahl der Starts und Landungen 2012 gesunken

Weniger Flüge ab München

Flughafen - Ein neuer Passagierrekord, aber deutlich sinkende Zahlen bei den Starts und Landungen - das ist die Verkehrsbilanz des Flughafen München für das Jahr 2012.

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) zählte am Airport im Erdinger Moos 395.210 Flugbewegungen. Das sind 2,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Diese Zahl liegt noch unter dem durchschnittlichen Minus der 16 größten deutschen Flughäfen, das laut DFS bei 2,0 Prozent liegt. Mit Berlin-Tegel (+1 Prozent) durfte sich nur ein Flughafen über ein Wachstum bei der Zahl der Starts und Landungen freuen. Der Hauptstadt-Airport profitierte nicht zuletzt von der Politik der kriselnden Air Berlin, Flüge dort zu zentrieren. Alle weiteren Flughäfen mussten Rückgänge von ein 1,0 (Frankfurt) bis gar 30 Prozent (Erfurt) hinnehmen.

Edgar Engert, Sprecher der Flughafen München GmbH (FMG) wollte sich gestern zu den DFS-Zahlen nicht äußern. Die FMG hat ihr eigene Statistik und eine andere Zählweise. So rechnet zum Beispiel die DFS, wie ihr Sprecher Axel Raab erklärte, nur die Flüge ein, die per Instrumentenlandesystems abgewickelt werden. Der Airportbetreiber zähle dagegen auch die Sichtflüge mit. Der Unterschied sei aber in den letzten Jahren - das bestätigten beide Sprecher - nur marginal gewesen. Und der Trend wird der gleiche bleiben.

Die FMG will Anfang der kommenden Woche ihre Zahlen präsentieren. Dann werden auch die Passagierzahl für 2012 genannt, die sich laut Engert gegenüber dem Vorjahr (37,7 Millionen) leicht gesteigert hat, womit der Flughafen München wieder einen Rekord aufgestellt habe. „Das Drehkreuz München hat sich einmal mehr als stabil erwiesen“, sagte Engert. Experten gehen aber davon, dass die 40-Millionen-Marke nicht geknackt wurde, zumal die Luftfahrt gerade in den letzten Monaten gehörig kriselte. Allein im Dezember ging die Zahl der Flugbewegungen laut DFS im Vergleich zum Vorjahr um 6,7 Prozent zurück.

DFS-Sprecher Raab nannte die Finanz- und Wirtschaftskrise als einen Grund dafür, dass in Deutschland die Zahl der Flugbewegungen in der zivilen Luftfahrt um zwei Prozent auf 2 945 205 (2011: 3 006 005) zurückging und somit die Drei-Millionen-Markeunterschritt. Ein weiterer sei der Einsatz größerer Flugzeuge. „Die möglichst hohe Auslastung wird immer wichtiger“, sagte der Flughafenfachmann.

Die FMG wiederum hat bereits mehrfach die fehlenden Start- und Lande-Kapazitäten am Moos-Airport dafür verantwortlich gemacht, dass das von ihr prognostizierte Wachstum derzeit nicht stattfinde. Zu Spitzenzeiten sei der Flughafen ausgelastet und deshalb für Airlines nicht die erste Wahl, hat Flughafenchef Michael Kerkloh mehrfach betont.

Airlines und ihre Flugbegleiterinnen

Airlines & ihre Flugbegleiterinnen

Bei der für das Planfeststellungsverfahren zur dritten Startbahn relevanten Prognose war die FMG mit einem Jahresplus von 2,9 Prozent und somit für 2012 noch von 432 000 Flugbewegungen ausgegangen. Mit den nun von der DFS ausgewiesenen 395 000 liegt sie dagegen auf dem Niveau von 2006 - oder in etwa da, wo sie Startbahn-Gegner Hartmut Binner vor zwei Jahren für 2012 prognostiziert hatte.

(pir)

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