Erinnerungen an „Irgendwie und Sowieso“: Ottfried Fischer, Bayern 1-Reporterin Beatrix Rabl und Fan Nik Hertle. Foto: Huber

Sir Quickly und der Himbeerjoghurt

Isen - Bald 27 Jahre ist es her, dass er als Sir Quickly auf der Galerie eine ganze Palette Himbeerjogurt gegessen hat. Jetzt ist Ottfried Fischer auf Einladung des Bayerischen Rundfunks in den Klementsaal in Isen gekommen, um sich gemeinsam mit „Irgendwie und Sowieso“-Fan Nik Hertle an die Kultserie zu erinnern.

„99 Sachen, die muss ein Bayer machen“, heißt die Frühjahrsaktion von Bayern 1, bei der Hörer Vorschläge machen können, was ein echter Bayer in seinem Leben unbedingt unternommen haben muss. Für den Schwaben Hertle aus Weißenhorn bei Neu-Ulm gehört die Serie, bei der Franz Xaver Bogner Regie geführt hat, so zum bayerischen Lebensgefühl, „dass ein Bayer die Dialoge eigentlich mitsprechen können müsste“. Deswegen hat ihn der Bayerische Rundfunk zu einer „Kult-TV-Wallfahrt“ eingeladen, die am Montag nicht nur bei Grüntegernbach, sondern auch im Klementsaal Station machte.

Dort, wo die Folge von Sir Quicklys Geburtstagsfeier gedreht wurde, stieß Ottfried Fischer zu Hertle und seinen Freunden. „Mit das Tollste, was ich gemacht habe“, sagte der Schauspieler über „Irgendwie und Sowieso“, das für ihn den Durchbruch im Fernsehen bedeutet habe. „Irgendwie und sowieso“, das habe für ihn etwas mit der Zeit im Leben zu tun, wo man weggehen müsse, „und zwar deswegen, um wieder daheim anzukommen“. Ihn freue es, dass die Serie, die eigentlich ein zusammenhängender Film sei, immer noch so gut ankomme. „Wundern tut’s mi net, aber schön is“. Heute gebe es „viel zu wenig Leute, die versuchen so etwas zu erfinden, und viel zu wenig Verantwortliche, die sich so etwas trauen“, bedauerte er.

Überhaupt zeigte sich der Kabarettist und Schauspieler ausgesprochen aufgeräumt. Keine Spur von der Wortkargheit des Sir Quickly, der das gewonnene Ochsenrennen mit „I sog nix. Und wenn i wos sogn muass, denn geh i fei gleich wieda“ quittiert hat. Stattdessen erzählte Bauernsohn Fischer, dass Elmar Wepper, der in der Serie den Autobastler Sepp spielt, viel von seiner Unsicherheit aufgefangen habe. Dafür sei er „bauernhaft guat beim Kalblfuttern gewesen“, während sich Wepper als Autoschrauber eher schwer getan habe. Seine Lieblingsszenen seien die Skiabfahrten am Hochkönig gewesen, für die er, weil er nur in wenigen Szenen gedoubelt wurde, extra Stunden habe nehmen müssen. Ein großes Kompliment habe er später von seinem ehemaligen Skilehrer erhalten. „Der Otti hätt koan Double net braucht“, ahmte Fischer dessen österreichisches Idiom nach.

Auch an den Klementsaal hat er Erinnerungen: „Dass es, wenn man zuvui Himbeerjoghurt hat, es nicht zum Derspein is“. Den Joghurt, den Reporterin Beatrix Rabl extra beim Kramer für Fischer besorgt hat, hat er dann aber trotzdem gegessen. Die Sendung wurde bereits am Dienstag in „Bayern 1 am Nachmittag“ gesendet, kann aber als Podcast heruntergeladen werden. (ahu)

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