Rathaus und Platz sollen in diesem Jahr fertig werden

Taufkirchen - Sobald es die Bodenverhältnisse zulassen, güntigstenfalls im Februar, soll mit den Bauarbeiten für den zweiten, kleineren Rathaus-Abschnitt in Taufkirchen begonnen werden.

Doch so, wie das Gabäude geplant gewesen war, kann es nun doch nicht verwirklicht werden. Architekt Hannes Dolzer erklärte in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend, dass das Landesamt für Denkmalpflege Bedenken gegen die vorgesehene Fassadengestaltung erhoben hat.

Die Ziegeltonplatten, wie sie auch am bereits bestehenden Rathaus-Gebäude verwendet wurden, seien in direkter Nachbarschaft zur Kirche zu kleingliedrig, gab Dolzer die Einwände des Amtes wider. Stattdessen soll der Würfel nun einen hellen Putz mit Vollwärmeschutz erhalten. CSU-Rat Peter Zistler fand es „schade, dass wir den ursprünglichen Plan nicht verwirklichen können. Jetzt werden uns höhere Folgekosten mit Malerarbeiten und Beschädigungen treffen“.

Der Architekt stellte den Räten den überarbeiteten Plan vor: „Weil das Rastermaß durch die Platten wegfällt, haben wir die Fensterformate reduziert und vereinheitlicht.“ Die nun kleinen, quadratischen Fenster und der Wegfall eines Lichtbandes an der Südfassade missfielen Karl-Heinz Götzberger (FW). „Das ist neben der Kirche aber so gewollt“, konterte Dolzer. Mit 18:3 Stimmen wurde die neue Variante vom Gemeinderat gebilligt.

Weil Mitte des Jahres, nach Fertigstellung des Rathauses, der Platz angelegt werden soll, hatten die Räte nun auch darüber zu entscheiden. „Damit kann das ganze Projekt bis Ende des Jahres abgeschlossen werden“, prognostizierte Bürgermeister Franz Hofstetter (CSU). Er wies darauf hin, dass die Gestaltung des Ortsinneren nicht nur schöne Häuser und Plätze zum Ziel habe, sondern auch einen wirtschaftlichen Hintergrund: „Man muss etwas tun, um die Ortsmitte zu beleben, damit sich auch neue Geschäfte ansiedeln.“

Landschaftsarchitektin Barbara Weihs von der Planungsgemeinschaft Zwischenräume skizzierte den neuen Plan für das Rathausumfeld. Durch das zurückgesetzte zweite Rathausgebäude könne die Kirche in den Platz miteinbezogen werden. „Der Kubus des Rathausneubaus soll wie ein Möbel frei hingestellt wirken und nicht den Platz zerteilen“, erklärte sie. Die Baumreihe vom Marktplatz werde entlang der Straße weiter geführt. Sie böten mit den Bänken darunter Schutz vor dem Verkehr. Die strengen Granit-Kleinstein-reihen, die am Parkplatz hinter dem Rathaus schon verlegt sind, sollten sich im Platzbereich zu einem „freieren Verband auflösen“, indem sie sich gelb-beige und grau mischten. Darin eingestreut würden größere quadratische Betonplatten. Moderne Stelen sollen sich hell und klar von der ürbigen Straßenbeleuchtung abheben und verschiedene Spots ausleuchten.

Mehrere Räte bemerkten, dass die Platzmitte recht kahl wirke – ohne Brunnen oder Pflanztröge. Weihs erklärte, dass der Platz als städtischer Raum erkennbar sein solle, „an den Rändern und nach hinten, zur Vils hin, wird es immer grüner“. Außerdem gebe es bereits einen Brunnen an der Kirche, der Platz selbst werde durch die Stühle und Tische des Cafés belebt. Christoph Puschmann (CSU) schlug vor, das Ergebnis erst einmal abzuwarten. „Wenn es dann wirklich zu kahl ist, kann man immer noch etwas mit Blumen machen.“ (har)

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