Autor Anton Renner

(BE)MERKENSWERTES DER WOCHE

Rechte Hetze, linke Ideologie und Schüler, die selbst denken können

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Am Gymnasium Dorfen ist von der Schulleitung eine von Schülern organisierte und auch von der Schule auch genehmigte politische Podiumsdiskussion kurzfristig untersagt worden. Das wirft viele Fragen auf, meint Redakteur Anton Renner in seinem Wochenkommentar.

Das Verbot der politischen Podiumsdiskussion im Gymnasium Dorfen wirft viele Fragen auf. Schulleiterin Andrea Hafner begründete die Absage mit der Gefahr einer „politisch gefärbten Veranstaltung“. Natürlich sind politische Veranstaltungen in Schulen ein sensibles Thema, da das Gebot der Neutralität gilt. Aber wo bitte wird die Neutralität verletzt, wenn eine von sechs eingeladenen politischen Jugendorganisationen an der Diskussion nicht teilnehmen will, weil ihnen die Teilnehmer nicht in den Kram passen?

Die linken Jusos aus Bayern stufen die AfD-Nachwuchsorganisation Junge Alternative pauschal als Rassisten ein, die rechte Hetze betreiben und menschenverachtende, nationalistische Positionen vertreten. Für wie dumm halten die Jusos eigentlich junge Menschen? Gymnasiasten, die kurz vor der Volljährigkeit stehen, können sich sehr wohl eine eigene Meinung bilden. Dazu braucht es nicht die moralische Deutungshoheit einer ultralinken Partei. 

Wer undemokratische Meinungen bekämpfen will, der muss sie argumentativ widerlegen, anstatt sich – arrogant und oberlehrerhaft – vor einer Diskussion zu drücken. Wer meint, wie offensichtlich die Jusos, jungen Menschen ihre eigene Ideologie überstülpen zu müssen, braucht sich über eine Zunahme von Politikverdrossenheit und dem Erstarken erzkonservativer Parteien nicht zu wundern.

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