Es bleibt dabei: An der Fassade wird es unter dem Logo keinen Zusatz „Schulhaus Reichenkirchen“ geben. foto: niedergesäss

Reichenkirchen bleibt unerwähnt

Reichenkirchen - Eine Gemeinde, eine Schule, aber zwei Schulhäuser. Der Gemeinderat Fraunberg diskutierte über die namentliche Abgrenzung.

Ohne den Zusatz „Schulhaus Reichenkirchen“ unter dem Logo der Volksschule Fraunberg wird es auch künftig gehen müssen. Gemeinderat Lorenz Angermeier wollte diesen Zusatz, konnte sich in der Sitzung am Dienstag mit seinem Wunsch aber nicht durchsetzen. Zehn Räte sprachen sich dagegen aus, nur sechs votierten für den Vorschlag.

Viele Eltern und Bürger Reichenkirchens hätten den Wunsch nach den Zusatz geäußert, meint Angermeier. Auf der Fassade und auf den Briefköpfen der Schule solle dieser angebracht werden. „Bereits 1667 wurde eine Schule in Reichenkirchen urkundlich erwähnt. 1723 wurde das Schulhaus auf dem jetzigen Gelände errichtet. Man muss einem kleinen Ort, der bis 1974 als Gemeinde Reichenkirchen selbstständig war, nicht das letzte Stück Identität nehmen“, begründete Angermeier seinen Vorschlag zu einer Namensgebung.

Karlheinz Reingruber erklärte: „Der Blick in die Geschichte ist gut, aber die Zeit geht weiter. Wir sind jetzt die eine Gemeinde Fraunberg.“ Thomas Obermeier meinte, dass das Logo bereits seit zwei Jahren in Gebrauch sei. „Es wurden sogar T-Shirts damit beflockt, und die Kinder tragen sie voller Stolz. Ich habe noch nie Beschwerden von Eltern gehört oder den Wunsch nach der Bezeichnung Schulhaus Reichenkirchen“, so Obermeier. „Mir geht es um den geschichtlichen Hintergrund. Der sollte nicht vergessen werden“, schob Angermeier nach.

Fraunbergs Bürgermeister Hans Wiesmaier versuchte die Wogen zu glätten: „Ich habe damit kein Problem. Es kostet keinen Cent. Ärger muss sich lohnen, und in diesem Fall lohnt er nicht. Allerdings sind wir seit 1974 eine Gemeinde, und immer wieder fangen wir mit den alten Geschichten an.“

Einige Räte befürchteten, dass in Maria Thalheim der Wunsch ebenfalls geäußert werde, das dortige Schulhaus entsprechend zu bezeichnen. Wiesmaier meinte, möglich sei das, aber klar müsse sein, dass es nur eine Volksschule Fraunberg gebe. Dabei solle es bleiben, ohne weitere Zusätze, entschied die Mehrheit der Räte.

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