Letzte Vernissage im alten Rathaus: Bürgermeister Heinz Grundner (vorne, l.) im Gespräch mit Christiana Sewald. Foto: prä

Sewald-Ausstellung

Reiseeindrücke auf Aquarellbildern festgehalten

Dorfen – Zum letzten Mal vor dem Abbruch des Gebäudes wird eine Kunstausstellung im Dorfener Rathaus gezeigt. Diese Ehre wurde der Dorfener Kunstschaffenden Christiana Sewald zuteil. Sie hat zusammen mit Judith Gilbert ihr Atelier gleich in der Nachbarschaft am Rathausplatz.

Natürlich werde die Stadt auch künftig Kunst ausstellen, erklärte Bürgermeister Heinz Grundner bei der Vernissage, dann aber schon im neuen Rathaus, dessen Baumaßnahme an gleicher Stelle noch heuer begonnen wird. Die Ausstellung mit den Aquarellbildern trage dazu bei, „den Verwaltungsalltag aufzuhellen“. Bürger würden dazu animiert, nicht nur wegen eines Behördengangs das Rathaus zu besuchen. Grundner zeigte sich beeindruckt von den Werken der Dorfener Malerin und gratulierte zu der „modernen Stilrichtung“.

„Neue Aquarelle“ nennt Sewald ihre Ausstellung. Das Motto trifft gleich doppelt zu, denn einerseits wird die neue Bilderserie der Malerin gezeigt, die vergangenes Jahr entstanden ist, und auch die Maltechnik ist eine neue. Sewald hat ihren Stil weiterentwickelt, die neuen Bilder malte sie auf Reisen direkt vor Ort. Kaum eines ihrer Aquarelle entstehe überhaupt im Atelier, sagte Sewald.

Die Rathaus-Ausstellung lässt den Betrachter teilhaben an den Reiseeindrücken der Malerin. Da sind aus Italien etwa etwas untypisch für die leichte, bunte Welt der Aquarelle, schwarze Gondeln in Venedig zu sehen oder verschneite Bergwelten in Österreich, die eine gewisse angenehme Kühle ausstrahlen. Beeindruckend, weil ungewöhnlich dargestellt, sind auch die schattigen Straßenschluchten in New York, die mit ihrem Ausdruck von Dynamik und Farbspektrum in Mischtechnik den Betrachter fesseln.

Die Ausstellung ist während der Geschäftszeiten des Rathauses bis 17. August zu sehen. Infos zur Malerin gibt es auf ihrer Internetseite christianasewaldaquarell.comprä

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wohnraum für Flüchtlinge: „Schier unüberwindbares Hindernis“
Die Suche nach Wohnungen im Speckgürtel um München ist für anerkannte Flüchtlinge „ein schier unüberwindbares Hindernis“, sagen die Asylhelfer von Hörlkofen und Wifling.
Wohnraum für Flüchtlinge: „Schier unüberwindbares Hindernis“
Ein Versuch, Dorfener Nazi-Vergangenheit aufzuarbeiten
Auch 72 Jahre nach dem Kriegsende gibt es eine deutsche Vergangenheit. Diese auch auf lokaler Ebene nicht zu vergessen, soll die „Geschichtswerkstatt“ sicherstellen. …
Ein Versuch, Dorfener Nazi-Vergangenheit aufzuarbeiten
Wiedersehen nach 35 Jahren
Ehemalige Schrödinger Grundschüler haben sich nach 35 Jahren zum ersten Mal zu einem Klassentreffen getroffen.
Wiedersehen nach 35 Jahren
Gelebte Inklusion
Seit zehn Jahren gibt es eine Kooperation zwischen den Barmherzigen Brüdern in Algasing und dem Kindergarten Eibach. Ein in jeder Hinsicht tolles Projekt.
Gelebte Inklusion

Kommentare