Für ein gelungenes Starkbierfest sorgte das Isener Faschingskomitee mit (v.l.) Erich Bottesch, Martin Mittermaier, Isabella Czech, Rul Kellner, Susi Griep und Günther Paukner. Foto:s az

Riesengaudi beim Starkbierfest des Faschingskomietee

Isen - Volles Haus und gut aufgelegte Faschingskomiteeler waren am Wochenende Stimmungsgaranten beim Starkbierfest der Isener Fußballer in der Mehrzweckhalle Grottenau. Am Ende hakten sich gut 500 Besucher schunkelnd die Arme unter und sangen begeistert die „Isenwellen“ mit.

Komiteechef Rul Kellner hatte zuvor als Bruder Isenator mit einer pointierten Fastenpredigt den Isenern die Leviten gelesen. Ganz undiplomatisch machte er seinem Ärger über die Nichtanwesenheit „der Eingeborenen aus den südlich gelegenen Gemeindedörfern“ Luft, die anscheinend Abstinenz mit Absenz verwechselten.

Volles Haus: 500 begeisterte Besucher waren vom Starkbierfest total begeistert.

Dass schwere Zeiten biblischen Ausmaßes den Isenern bevorstünden, erkannte der findige Prediger daran, dass beim Sattler-Bäck neuerdings Hygienehandschuhe zum Einsatz kämen, die er höchstens bei Müller-Brot erwartet hätte, dass der Neef Volker nicht mehr täglich seine Waren umräumt und dass die Isener „ungeniert ihre Nacktheit genießen“, ob auf der Klement-Bühne oder im Whirlpool beim Heiner Barth in Eschbaum. Das fehlende Essen beim Volksfestauftakt wurde ebenso angeprangert, wie die fehlende Stimmung beim Nikolausmarkt. „Bereits die Kirchgänger am frühen Morgen können sich mit Socken, griechischen Vorspeisen oder einer Kalaschnikov aus Plastik eindecken. Mit typisch weihnachtlichen Dingen eben!“, merkte Kellner süffisant an. Die Lachtränen nicht mehr zurückhalten konnten sich die Zuschauer, als er auf die sanierungsbedürftige Zieglstätterstraße aufs Korn nahm. Hier sei letztens ein Kind vermisst worden, dass sich auf dem Weg zur Schule befand und erst nach zwei Stunden Suche gefunden wurde. „Es war in ein Schlagloch gefallen und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien.“

Erleichtert stellte Bruder Isenator fest, dass der aktuelle Schuldenstand Isens am Rathaus deutlich von außen zu sehen sei, nämlich an der Hausnummer 12, was „nix anderes bedeutet als 12 Millionen Miese“. Dabei habe man noch Glück, ergänzte er augenzwinkernd, „stellt's Euch vor, unser Rathaus wäre an Stelle des Edeka-Marktes baut wordn, dann hätt's die Hausnummer 57!“.

Auch die berüchtigten Gstanzl, vorgetragen von Erich Bottesch, sowie die Sketch-Einlagen mit Susi Griep als Klement-Wirtin und dem kongenialen Duo Isabella Czech/Martin Mittermaier als streitbares Ehepaar in Terminnöten kamen überaus gut an und trugen zu einem gelungenen Starkbierfest bei. (az)

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