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Ringschluss: Schwimmer schreibt Brandbrief ans Ministerium

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Erding - Monatelang hat der CSU-Landtagsabgeordnete Jakob Schwimmer zum S-Bahn-Ringschluss geschwiegen. Nun hat er in einem Brief Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) aufgefordert, sich den Vorstellungen Erdings zu öffnen.

Die Forderungen aus der Kreisstadt seien recht und billig“, so der Bürgermeister von St. Wolfgang in dem unserer Zeitung vorliegenden Schreiben.

Schwimmer bezieht sich auf die Präsentation der Pläne für S-Bahn-Ringschluss und Walpertskirchener Spange durch Ministeriumsvertreter im Stadtrat von Erding. In dem Brief heißt es, dass Erding zu Recht eine großzügige Lösung fordere. Den Bund und Land als Gesellschafter des 1992 eröffneten Flughafens „haben es bis heute versäumt, für eine ordnungsgemäße Erschließung von Osten her - auch auf der Schiene - zu sorgen. Es könne nicht sein, dass die Region die negativen Folgen tragen müsse, und der Staat bei der Erschließung versuche, mit Mindeststandards durchzukommen.

Grundsätzlich spricht sich Schwimmer gegen die Südeinschleifung der Walpertskirchener Spange aus. Der CSU-Politiker erinnert an die Empfehlung des Ministeriums 2003, im Fliegerhorst einen neuen Bahnhof zu planen. Dass die Tendenz nun in Richtung Alternativtrasse geht, „ist der Bevölkerung nicht vermittelbar“, so Schwimmer. Weil Schutzgebiete betroffen wären, sei mit Klagen zu rechnen. Als einen Schildbürgertreich bezeichnet es der Abgeordnete, dass im 21. Jahrhundert eine neue Bahnlinie komplett durch dicht besiedelte Gebiet geführt werden soll.

(ham)

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