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Ringschluss: Der Tod der Stammstrecke könnte sich bis Erding auswirken

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Erding - Sollte das Projekt zweiter Stammtrecken-Tunnel in München endgültig begraben werden, könnte das auch Konsequenzen für den S-Bahn-Ringschluss und die Walpertskirchener Spange haben.

„Der Tunnel ist ein Kernstück des Projekts Bahnknoten München. Sollte die zweite Stammstrecke aufgegeben werden, müsste das gesamte Projekt neu überprüft werden. Das gilt auch für den Erdinger Ringschluss“, sagte eine Sprecherin des mit der Planung beauftragten Bayerischen Wirtschaftsministeriums am Wochenende auf Anfrage unserer Zeitung. Sie betonte jedoch auch, dass „die Anbindung des Flughafens München über den Ringschluss für die Staatsregierung hohe Priorität genieße.

Auf die Frage, ob das Vorhaben im Osten des Moos-Airports eventuell ganz neu geplant werden müsse, sagte sie: „Da die zweite Stammstrecke unverändert Teil des Bahnknotens von Staatsregierung und Landtag ist, besteht dazu derzeit kein Anlass.“

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte nach seiner Absage an den Tunnel quer unter der Münchner Innenstadt hindurch erklärt, er könne sich gut vorstellen, durch die Aufgabe der Planung freiwerdende Mittel für Investitionen in das S-Bahn-Netz ins Münchner Umland umzuschichten. Dabei hatte er explizit die Verlängerung der S 2 zum Flughafen erwähnt. Das Wirtschaftsministerium von Martin Zeil (FDP) sieht das anders. „Die Finanzierung des Ringschlusses ist in der Finanzplanung schon jetzt vollständig abgebildet, daher stellt sich die Frage einer Mittelumschichtung für uns nicht“, so die Sprecherin.

Bürgermeister Max Gotz (CSU) ruft die Öffentlichkeit dazu auf, möglichst zahlreich zur Sonderbürgerversammlung am Donnerstag, 26. April, zu kommen. Ab 18 Uhr wird in der Stadthalle der aktuelle Stand vorgestellt.

(ham)

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