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Rot-Grün bläst zum Sturm aufs Isener Rathaus

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Die Kandidaten: (v. l.) Wahlleiter Manfred Slawny, Karl Kinzel, Lena Rauh, Florian Geiger, Steffi Gritscher, Albert Zimmerer, Lydia Gritscher, Christian Titze, Rosa Kunzmann und Michael Kunze. Nicht auf dem Bild sind Alfons Baur, Max Greckl, Matthias Nirschl und Ralf Bittner. F.: aHu
Die Kandidaten: (v. l.) Wahlleiter Manfred Slawny, Karl Kinzel, Lena Rauh, Florian Geiger, Steffi Gritscher, Albert Zimmerer, Lydia Gritscher, Christian Titze, Rosa Kunzmann und Michael Kunze. Nicht auf dem Bild sind Alfons Baur, Max Greckl, Matthias Nirschl und Ralf Bittner. F.: aHu

Isen - Frischen Wind wollen die Kandidaten der gemeinsamen Liste von SPD und Grünen in den Isener Gemeinderat bringen.

Rot-grüner Spitzenkandidat ist Albert Zimmerer, der sich bei der Kommunalwahl auch für das Amt des Bürgermeisters bewirbt (wir berichteten). Nach drei Amtsperioden von Siegfried Fischer brauchten Gemeinde und Politik neuen Schwung, waren sich SPD-, Grüne- und parteifreie Kandidaten einig. „Fischer war kein schlechter Bürgermeister“, sagte Zimmerer, „aber in 18 Jahren haben sich viele Fronten aufgebaut“. Jetzt sei eine neue Sichtweise auf anstehende Aufgaben gefragt.

Mit ihrem gemeinsamen Programm wollen die Kandidaten unter anderem Perspektiven zu Verkehr, Ortsbild und Sportanlagen aufzeigen. Zimmerer kritisierte die Informationspolitik des Rathauses. Auch sei eine neue Gestaltung und inhaltliche Neuausrichtung der gemeindlichen Internetseite als „Visitenkarte des Marktes“ nötig.

Auf Platz drei steht Florian Geiger von den Grünen. Er bezeichnete das angestrebte Gemeinderatsmandat als „Möglichkeit, neue Politik zu machen“. Dazu gehöre auch, altgewohnte Entscheidungsmuster zu durchbrechen. Statt zu sagen, „das haben wir schon immer so gemacht, sollten wir genau nachfragen, warum noch keiner drüber nachgedacht hat, es anders zu machen“. Christian Titze meinte, dass 18 Jahre der Reaktion genug seien, „jetzt ist es Zeit zu agieren“.

Als Motiv, für den Gemeinderat zu kandieren, nannte Lena Rauh (Grüne), sich beteiligen zu wollen, statt sich „nur zu beschweren“. Auf seine Eindrücke als ehemaliger SPD-Gemeinderat bezog sich Michael Kunze. Wenn man etwas plane, „was der Bürgermeister nicht auf dem Bildschirm hat“, sei man im derzeitigen Gemeinderat chancenlos, monierte er. Eine konsequent soziale Richtung seiner Arbeit im Gemeinderat versprach Karl Kinzel.

Als „Riesenerlebnis“, bezeichnete es Wahlleiter Manfred Slawny, „wenn Isen einen SPD-Bürgermeister hätte“. Zimmerer wird der einzige Gegenkandidat Fischers bleiben. Die Isener CSU, so viel steht auch vor deren Aufstellungsversammlung im Januar fest, wird keinen Bewerber stellen. Spannend dürfte die Wahl in Isen auch deswegen werden, weil sich die neue Bürgerliste nicht mehr zur Wahl stellt. SPD und Grüne treten mit 13 Kandidaten an. Die ersten sieben Plätze, so der einstimmige Beschluss der Versammlungsteilnehmer, werden doppelt besetzt.

Die Kandidaten: Platz 1 und 2 Albert Zimmerer, 3 und 4 Lydia Gritscher, 5 und 6 Florian Geiger, 7 und 8 Lena Rauh, 9 und 10 Christian Titze, 11 und 12 Rosa Kunzmann, 13 und 14 Michael Kunze, 15 Steffi Gritscher, 16 Karl Kinzel, 17 Alfons Baur, 18 Max Greckl, 19 Matthias Nirschl 20 Ralf Bittner.

Anne Huber

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