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Gemeinsame Sache zum Wohl der Bienen gemacht haben (v. l.) Gerhard Untergehrer (Imker), Bürgermeister Ulrich Gaigl, Franz Finger (Imker), Josef Stöckl (Vorstandschef Raiffeisenbank), Theo Decker, Werner Axenböck (Imker), Felix Lechner (Vorstandsmitglied Raiffeisenbank) und Christian Pfeilstetter (Betriebsleiter Raiffeisen-Lagerhaus).

GEMEINSCHAFTSAKTION

2000 Quadratmeter großes Paradies für Bienen

Für blühende Vielfalt sorgen die Imker in St. Wolfgang. Möglich wurde die die rund 2000 Quadratmeter große Bienenweide mitten im Ort, weil die Raiffeisenbank St. Wolfgang-Schönbrunn ein passendes Grundstück zur Verfügung gestellt hat.

St. Wolfgang – Neben Malven, Sonnenblumen und Klatschmohn blühen auf dem Grundstück, das noch im letzten Jahr als landwirtschaftliche Wiese gedient hat, rund 40 weitere Wildkräuter und Kulturarten.

Mit seiner Idee, etwas für Bienen, Wildbienen und Insekten tun zu wollen, stieß Imker Gerhard Untergehrer bei der örtlichen Raiffeisenbank auf offene Ohren. Als die St. Wolfganger Imker die Zusage in der Tasche hatten, pflügte BBV-Obmann Englbert Weilnhammer die Fläche um, bevor Untergehrer rund zwei Kilo Saatgut der Sorte Veitshöchheimer Bienenweide ausbrachte.

Weil Bank, Imker und Bauernverband bei der Realisierung der Bienenweide an einem Strang gezogen haben, sprach der Vorstandsvorsitzende der Raiffeisenbank, Josef Stöckl, beim Pressetermin von einem „ökologisch sinnvollen Gemeinschaftsprojekt“. „Die Bienen hab es nicht leicht“, sagte Stöckl, der als Ursache die extensive Landwirtschaft ausmachte. Durch die vielen Schnitte, die in der modernen Landwirtschaft aus Konkurrenzgründen nötig seien, mangle es den Bienen an Blüten, sagte er. „Um ihnen ein ausreichendes Nahrungsangebot zu sichern, soll unser Beispiel Schule machen“, wünschte sich Stöckl.

Dass nicht nur Bienen und Wildbienen stark gefährdet sind, berichtete Franz Finger, der sich wie sein Kollege Untergehrer beim Dorfener Imkerverein engagiert. Auch bei anderen blütenbestäubenden Insekten sei ein eklatanter Rückgang zu verzeichnen.

Auch im Rathaus ist man von der Idee begeistert: Bürgermeister Ulrich Gaigl kündigte an, dass auch auf Gemeindeflächen Blühstreifen und Bienenweiden entstehen sollen. Anne Huber

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