Das verunreinigte Wasser wurde in Becken gepumpt.

Feuerwehr und THW im Einsatz

30 000 Liter Ölbrühe im Keller

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Es war weit mehr als ein gewöhnlicher Wasserschaden. Dutzende Kräfte von Feuerwehr und THW mussten mit Öl verunreinigtes Wasser aus einem Keller pumpen.

Armstorf – „Keller unter Wasser“ – das ist für Feuerwehrleute ein ziemlich alltägliches Alarmstichwort. Was die Aktiven am Samstagnachmittag in Armstorf (Gemeinde St. Wolfgang) zu sehen bekamen, hätten sie sich vorher aber nicht vorstellen können. In einem leer stehenden Wohnhaus war Wasser aus dem Obergeschoss bis in den Keller gesickert. Dort stand das Nass über einen Meter hoch. Einsatzkräfte schätzen die Menge auf 150 000 Liter. 30 000 davon – so die Polizei Dorfen – waren auch noch mit Öl verunreinigt.

Daher wurde das Technische Hilfswerk Dachau mit drei Fahrzeugen und 14 Mann angefordert. Die THW-Kräfte pumpten die Ölbrühe in spezielle Auffangbecken. Nun muss eine Spezialfirma beauftragt werden, das Wasser mit einem Ölabscheider zu reinigen. „Soweit uns bekannt ist, sind keine Umweltschäden aufgetreten“, erklärte die Polizei gestern. Die Verunreinigung sei geschehen, weil im Keller zwar leere, aber nicht gereinigte Öltanks standen. Als Ursprung für das ausgetretene Wasser kommen Leitungen in  Badezimmer oder Küche im im Obergeschoss in Frage, die wegen des Frosts in den vergangenen Wochen geplatzt sein könnten. Nach Angaben  der Polizei war das Wohnhaus bereits zwei Jahre leer gestanden.

Nachbarn hatten das Malheur gegen 14 Uhr bemerkt. In einer an das Gebäude angebauten Garage war Wasser von der Decke getropft. Mitarbeiter der dort tätigen Autopflegefirma riefen daraufhin die Feuerwehr. Der Einsatz dauerte  von Nachmittag an bis etwa 0.30 Uhr. Mit 50 Mann und zehn Fahrzeugen waren die Wehren aus St. Wolfgang, Dorfen, Lengdorf, Westach und Altenerding vor Ort. Da das Haus anfangs noch unter Strom stand, mussten auch die Stadtwerke anrücken, bevor die Feuerwehrler ihre Arbeit beginnen konnten. Auch ein Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamtes war gekommen, um den Schaden zu begutachten.

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