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Jetzt geht’s rund: Die Gruppe Young Generation zeigte viele akrobatische Elemente. 

Kinder- und Jugendgardefestival

6 Stunden, 24 Auftritte, 400 Akteure

Akrobatik und Action pur: Der St. Wolfganger Showtanznachwuchs zeigte beim großen Kinder- und Jugendgardefestival in der Goldachhalle sein ganzes Können und begeisterte vor heimischem Publikum.

St. Wolfgang Das kurzweilige Spektakel hatte der Förderverein St. Wolfgang „Schule, Jugend und Kultur“ heuer zum fünften Mal mit Unterstützung vieler fleißiger Helfer und Eltern der tanzbegeisterten Jugend reibungslos veranstaltet.

Die Goldachhalle war gut besucht während des sechsstündigen Tanzmarathons. Bei 26 Auftritten haben über 400 Akteure das gesamte Spektrum des Showtanzes gezeigt. Zu beobachten war, dass auch bei den Kinder- und Jugendgruppen der Trend eindeutig zu Thementänzen und bunten Shows geht. Unter den Auftritten waren zahlreiche spannende und aufwändige Choreografien zu bestaunen, und die Tänzer waren mit tollen Kostümen ausgestattet. Traditionsgarden, wie etwa die Dorfener Bambini-Garde der Karnevalsgesellschaft Dorfen in ihren Funkenmariechen-Kostümen, werden eher seltener. Der Faschingsnachwuchs war gut trainiert und zeigte spektakuläre Auftritt und beeindruckende Shows.

In St. Wolfgang ist der tanzende Nachwuchs top. Dafür sorgt vor allem Anni Staab von der gleichnamigen Ballettschule. Sie ist seit Jahrzehnten die Institution des St. Wolfganger Faschings schlechthin und hat schon unzählige Kinder, Jugendliche und Prinzenpaare trainiert. Der Ballett-Einfluss war unverkennbar bei ihren Gruppen Ministarts, Dancing Queens und Girls, sowie der New Revolution und Young Generation. Sie begeisterten ohne spektakuläre Hebefiguren. Auch das große und kleine Prinzenpaar ging heuer wieder durch die strenge Staab-Schule.

Zum Großteil organisiert der TSV St. Wolfgang den Fasching im Goldachtal. Vorsitzender Rudolf Müller-Brunnhuber lobte den Förderverein für die „gelungene Veranstaltung“. Das Gardefestival sei eine der wenigen Möglichkeiten, wo gerade die Jugendgruppen auf großer Bühne vor großem Publikum öffentlich ihre lange einstudierten Tänze zeigen könnten.

Auch Bürgermeister Ullrich Gaigl freute sich, dass es in St. Wolfgang einen so begeisterten Faschingsnachwuchs gebe – und den Förderverein, der das Tanzfestival bestens veranstaltet hat: „Da steckt viel Arbeit dahinter.“

Aufgetreten waren Tanzgruppen rund ums St. Wolfganger Gäu und Akteure aus Faschingshochburgen wie Haag, Velden, Buchbach oder Wartenberg. Zum Finale kamen dann mit Modern Art die großen St. Wolfganger auf die Bühne. Den Schlusspunkt setzten die Crazy Mamas mit ihrem Hexen-Showtanz. Die St. Wolfganger Ü 40-Frauen gibt es seit über 25 Jahren. Sie werden trainiert von – logisch – Anni Staab.

Hermann Weingartner

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